Privatsender begrüßen Finanzierungsrichtlinie für Öffentlich-rechtliche [DE]
Kurz vor der Veröffentlichung eines aktualisierten Berichts zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien in Europa, gerät die Kommission immer mehr unter den Druck von Mitgliedsstaaten, die neue Richtlinie nicht zu restriktiv umzusetzen.
Kurz vor der Veröffentlichung eines aktualisierten Berichts zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien in Europa, gerät die Kommission immer mehr unter den Druck von Mitgliedsstaaten, die neue Richtlinie nicht zu restriktiv umzusetzen.
Vertreter der europäischen Medienbranche kamen heute (24. Februar 2009) zu einem Treffen in Brüssel zusammen, auf dem sie die Europäische Kommission dazu aufriefen, sich nicht dem zunehmenden Druck der nationalen Regierungen zu beugen, Vorhaben abzumildern, die öffentlich-finanzierte Aktivität auf neuen Medienplattformen zu begrenzen.
Die europäische Vereinigung kommerzieller Sender (Association of Commercial Television in Europe, ACT), die Europäische Radiovereinigung (Association of European Radios AER), der European Publishers‘ Council (EPC) und der deutsche Verband Privater Rundfunk- und Telemedien (VPTR) drückten ihre Unterstützung des Vorschlags der Kommission aus.
Besonders die privaten Sender sind gespannt auf die Einführung eines neuen Tests, mit dessen Hilfe in Zukunft ermittelt werden soll, ob sich die Expansion von öffentlich-rechtlichen Medienanstalten auf neue Medienplattformen rechtfertigen lässt.
Der Generalsekretär der ACT, Ross Biggam, sagte dazu, der Vorstoß von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in neue Märkte könne zulässig sein, wenn sie mit den demokratischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedürfnissen der Bevölkerung korresponiderten.
Allerdings dürften die öffentlich-rechtlich finanzierten Medien den Wettbewerb, der in diesen Märkten existiere nicht verzerren.