Präsidentenwahlen in USA: ein tief gespaltenes Land verfolgt Wahl-Thriller

Erste Meldungen deuten darauf hin, dass Präsident George W. Bush im Amt bleiben kann, nachdem er den Staat Florida für sich gewinnen konnte. Ohio scheint in diesem Jahr das Zünglein an der Waage zu sein. 

Erste Meldungen deuten darauf hin, dass Präsident
George W. Bush im Amt bleiben kann, nachdem er den Staat
Florida für sich gewinnen konnte. Ohio scheint in diesem
Jahr das Zünglein an der Waage zu sein. 

Nach der Auszählung von 97 Prozent der
Stimmen in dem entscheidenden Staat Ohio deuten
Hochrechnungen darauf hin, dass sich der Wahlsieg für
Präsident George W. Bush in Reichweite befindet. Die
Fernsehsender NBC und Fox News waren die ersten, die Bush
in Ohio als Sieger ausriefen. Auf die Meldung wurde jedoch
mit Zurückhaltung reagiert, wobei das
Kerry-Camp sich ihre Zuversicht nicht nehmen ließ
und sie prompt zurückwies. Der allgemeine Trend
im Wahlverhalten deutet darauf hin, dass es im Vergleich
zur Wahl 2000 kaum Änderungen gegeben hat. Doch
während die Ergebnisse in den meisten
Staaten denen von vor vier Jahren gleichen,
konnte Bush die Wahl in Florida diesmal für sich
entscheiden, was die Republikaner in Hochstimmung und die
Demokraten in eine schwierige Lage versetzte. Diese
müssen nun in Ohio gewinnen, um noch eine Chance
zu haben, ins Weiße Haus einzuziehen. Spekulationen,
dass sich Ohio, wie Florida im Jahr 2000, zu einem
‚Schlachtfeld‘ gerichtlicher
Auseinandersetzungen entwickeln könnte, gehen nun um.
Die Hoffnung der Demokraten, die Mehrheit im Senat zu
erhalten, wurden enttäuscht. Sowohl der Senat und
das Repräsentantenhaus werden von den
Republikanern kontrolliert werden. Nach Angaben von
Gallup erregte die diesjährige Wahl
ein nahezu historisches Interesse. Eine Untersuchung
von Gallup lässt darauf schließen, dass die
Wahlbeteiligung seit 1968 nicht mehr so hoch
war.