Portugal hat 55.000 ukrainische Geflüchtete aufgenommen
Portugal habe bisher fast 55.000 Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, befristeten Schutz gewährt. Etwa 25 Prozent davon seien Minderjährige, teilte die Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde (SEF) am Montag (21. November) mit.
Portugal habe bisher fast 55.000 Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, befristeten Schutz gewährt. Etwa 25 Prozent davon seien Minderjährige, teilte die Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde (SEF) am Montag (21. November) mit.
Seit Beginn des Krieges am 24. Februar hat Portugal 54.976 vorübergehende Schutzgenehmigungen an ukrainische Bürger:innen und in der Ukraine lebende Ausländer:innen erteilt, davon 32.259 an Frauen und 22.717 an Männer, so die letzte Aktualisierung der SEF.
Unter den portugiesischen Städten, die vorübergehende Schutzgenehmigungen erteilten, lag Lissabon mit 11.933 an der Spitze der Rangliste. Cascais (3.381), Porto (2.760), Sintra (1.856) und Albufeira (1.348).
Die SEF teilt außerdem mit, dass sie die Staatsanwaltschaft über die Situation von 735 minderjährigen Ukrainer:innen informiert sei, die ohne Eltern oder gesetzliche Vertreter:innen nach Portugal gekommen seien und bei denen keine „gegenwärtige oder unmittelbare Gefahr“ bestehe.
Der Antrag auf vorübergehenden Schutz in Portugal kann über die von der SEF eingerichtete Online-Plattform gestellt werden, die in drei Sprachen verfügbar ist.
Im Falle von Minderjährigen ist es jedoch vorgeschrieben, eine SEF-Zweigstelle aufzusuchen, um ihre Identität und ihre Abstammung zu bestätigen.
Die am 24. Februar von Russland eingeleitete Militäroffensive in der Ukraine hat bereits zur Flucht von mehr als 13 Millionen Menschen geführt – über sechs Millionen Binnenvertriebene und mehr als 7,7 Millionen in europäische Länder -, so die jüngsten UN-Angaben, die diese Flüchtlingskrise als die schlimmste in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) einstufen.