Portugal begrüßt vorgeschlagene EU-Wasserstoffbank
Eine EU-Bank zur Unterstützung von Wasserstoffprojekten sei eine hervorragende Idee für die Energieautonomie, sagte der portugiesische Außenminister João Gomes Cravinho nach der Ankündigung der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union.
Eine EU-Bank zur Unterstützung von Wasserstoffprojekten sei eine hervorragende Idee für die Energieautonomie, sagte der portugiesische Außenminister João Gomes Cravinho nach der Ankündigung der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union.
Am Mittwoch forderte von der Leyen die Gründung einer EU-Bank zur Förderung von Investitionen in Wasserstoffprojekte, die mit 3 Milliarden Euro budgetiert sind.
„Dies ist eine ausgezeichnete Idee und ein eindeutiger Schritt in Richtung einer europäischen Autonomie im Energiebereich“, sagte Cravinho.
Die Entwicklung dieser Projekte „setzt wiederum Zusammenschlüsse voraus, sodass wir von einem vereinten Europa im Bereich der Energie und der Wasserstoffverteilung sprechen können“, erinnerte Gomes Cravinho, der sich zum Abschluss eines Ministertreffens zwischen Portugal und Spanien äußerte.
Auch in ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg argumentierte die EU-Kommission, dass „Wasserstoff Innovation in Europa grundlegend verändern kann“, weshalb es notwendig sei, „von einem Nischenmarkt zu einem Massenmarkt für Wasserstoff überzugehen.“
Portugal, das zu den ärmeren Ländern Europas gehört, rechnet sich gute Chancen als Gewinner einer zukünftigen europäischen Wasserstoffwirtschaft aus.
Der portugiesische Außenminister erklärte, dass die Energiefrage ein grundlegendes Thema sei und daher Teil des Gesprächs zwischen den portugiesischen Minister:innen und ihren spanischen Amtskolleg:innen gewesen sei.
Der spanische Außenminister José Manuel Albares bestand auf der Notwendigkeit, die Verbindungen zwischen Spanien und Frankreich zu verbessern, und betonte, dass die iberische Halbinsel, die weniger Versorgungsprobleme habe, damit „Solidarität“ mit abhängigeren Ländern zeige.
„Die Vorschläge, für die sich Portugal und Spanien einsetzen, gewinnen an Boden“, sagte der portugiesische Minister, und sein spanischer Amtskollege fügte hinzu, dass es sich um „konstruktive Vorschläge“ handele, um der Erpressung Russlands zu begegnen, die Energieversorgung Europas zu unterbrechen.
Die Pipeline zwischen Spanien und Frankreich, MidCat, ist auch von Bundeskanzler Olaf Scholz gewollt. Allerdings stemmt sich Frankreich derzeit dagegen.