Polen sucht mutmaßlichen belarussischen Beobachtungsballon
Ein nicht identifiziertes Objekt, das in den polnischen Luftraum eingedrungen ist, wurde nach Angaben der polnischen Streitkräfte erstmals am Freitag und zuletzt am Samstag gesichtet, bevor es verschwand. Das polnische Verteidigungsministerium vermutet einen Beobachtungsballon aus Belarus.
Ein nicht identifiziertes Objekt, das in den polnischen Luftraum eingedrungen ist, wurde nach Angaben der polnischen Streitkräfte erstmals am Freitag und zuletzt am Samstag gesichtet, bevor es verschwand. Das polnische Verteidigungsministerium vermutet einen Beobachtungsballon aus Belarus.
Das Objekt wurde am Freitag gegen 20.30 Uhr erstmals gesichtet. Eine Radarüberwachung wurde durchgeführt, doch das Objekt war am Samstag gegen 12.30 Uhr in der Nähe von Rypin, einer Stadt in Zentralpolen, etwa 180 Meilen von der Grenze zu Belarus entfernt, nicht mehr zu sehen, so die Streitkräfte.
Das Objekt, „das aus Richtung Belarus einflog […] war wahrscheinlich ein Beobachtungsballon“, twitterte das polnische Verteidigungsministerium am Samstag. Die freiwillige Territorialarmee sei an der Suche beteiligt, hieß es weiter.
Die gemeinsame Suche von Berufs- und Freiwilligenarmee dauerte den ganzen Sonntag über an und brachte trotz des Einsatzes von Militärhubschraubern und Drohnen keine Ergebnisse. In der Zwischenzeit äußerte ein Bewohner des Dorfes Kipichy in Zentralpolen gegenüber dem Privatsender Polsat News die Vermutung, dass das fragliche Objekt in den nahe gelegenen Wald gefallen sein könnte.
Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kam es bereits zu mehreren Eingriffen in den polnischen Luftraum.
Im November letzten Jahres starben zwei polnische Männer, als eine Rakete in Przewodów in Ostpolen landete. Ersten Ermittlungen zufolge stammte die S-300-Rakete aus sowjetischer Zeit von der ukrainischen Luftabwehr und fiel unbeabsichtigt auf polnisches Gebiet.
Ein weiteres Objekt landete im Dezember auf polnischem Gebiet, wurde aber erst im vergangenen Monat zufällig von einer Reiterin in einem nahe gelegenen Wald entdeckt.
Polnische Medien berichteten, dass es sich bei dem Objekt um eine, russische KH-55-Rakete handelte, was zu Kritik an den polnischen Streitkräften führte, da es keine unmittelbare Reaktion auf das Eindringen des Objekts in den polnischen Luftraum gab.