Orbán trifft Rheinmetall CEO wegen Rüstungsdeal
Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Donnerstag den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rüstungs- und Automobilkonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, empfangen, so Bertalan Havasi, Pressechef des Ministerpräsidenten, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.
Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Donnerstag den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rüstungs- und Automobilkonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, empfangen, so Bertalan Havasi, Pressechef des Ministerpräsidenten, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.
Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er betonte, dass die ungarische Wirtschaft und Industrie im vergangenen Jahr außergewöhnlich gut abgeschnitten hätte, obwohl es das schwierigste Jahr der letzten drei Jahrzehnte war.
Orban will die ungarischen Streitkräfte ordentlich aufrüsten und setzt dabei insbesondere auf den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall.
„Die Verteidigung Ungarns ist unser wichtigstes Ziel, und deshalb darf die Entwicklung der ungarischen Streitkräfte und der Verteidigungsindustrie trotz der durch die Sanktionen ausgelösten europäischen Krise nicht nachlassen. Die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und dem ungarischen Staat wird daher fortgesetzt“, sagte Viktor Orban im Anschluss an das Treffen.
Obwohl Orban immer wieder betont, wie wichtig die Aufrüstung der Streitkräfte sei, wurden vor kurzem Hunderte von hochrangigen Mitarbeitern des ungarischen Militärs entlassen. „Dies ist keine soziale Einrichtung, die Führungskräfte, die die neuen Kriterien erfüllen, können bleiben. Es handelt sich um eine Armee, die mitten in Europa neben einem tobenden Krieg steht“, begründete Szalay-Bobrovniczky die Notwendigkeit der Entlassungen.
Die Regierung hat schon vor Jahren damit begonnen, riesige Summen für die Modernisierung der ungarischen Streitkräfte auszugeben. Nach den Recherchen des Telex-Partners Direkt36 steht man der Anschaffung hochmoderner Ausrüstung allerdings skeptisch gegenüber, da es nur wenige Menschen gibt, die sie tatsächlich bedienen können.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner Telex.