Orbán sieht 'viele potenzielle Nachfolger' für sich selbst

Er habe zwar keine Pläne, in absehbarer Zeit zurückzutreten, doch seiner Partei Fidesz mangle es nicht an Nachfolger:innen, erklärte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am Mittwoch bei der einmal jährlich stattfindenden Pressekonferenz in Budapest.

EURACTIV.com with Telex
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Auf die Frage, ob er jemanden in der Fidesz sieht, der seine Nachfolge antreten könnte, antwortete Orban: "Ich sehe nur solche Leute", aber das müsse sorgfältig "navigiert" werden. [EPA-EFE/SZILARD KOSZTICSAK]

Er habe zwar keine Pläne, in absehbarer Zeit zurückzutreten, doch seiner Partei Fidesz mangle es nicht an Nachfolger:innen, erklärte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am Mittwoch bei der einmal jährlich stattfindenden Pressekonferenz in Budapest.

Auf die Frage, ob er darüber nachgedacht habe, wie lange er noch in der Politik tätig sein wolle, sagte Orbán, der im nächsten Jahr 60 wird, seine Rechnung sei eine andere: Er sei 16 Jahre lang in der Opposition gewesen und werde nächstes Jahr 17 Jahre in der Regierung sein, was er nicht als „zufriedenstellend“ betrachte.

In seinem Beruf wisse man nie, „wie lange man durchhalten kann“, es könne der Tag kommen, an dem er das Gefühl habe, „100 Jahre gealtert zu sein.“

Auf die Frage, ob er jemanden in der Partei sehe, der seine Nachfolge antreten könnte, antwortete er: „Ich sehe nur solche Leute“, das Auswahlverfahren müsse jedoch sorgfältig „navigiert“ werden.

Die jährliche Pressekonferenz ist der einzige regelmäßige Anlass, bei dem sich Orbán den Fragen der Presse stellt.