Orban gibt Mehrsprachigkeit neuen Auftrieb [DE]
Seit dem 1. Januar 2007 verleiht der neue rumänische Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, dem Kommissionsvorschlag, eine neue Rahmenstrategie für Sprachenvielfalt in der EU zu schaffen, Nachdruck.
Seit dem 1. Januar 2007 verleiht der neue rumänische Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, dem Kommissionsvorschlag, eine neue Rahmenstrategie für Sprachenvielfalt in der EU zu schaffen, Nachdruck.
Mehrsprachigkeit ist zu einem zentralen Thema in der EU geworden. Im November 2005 hat die Kommission ihre erste Mitteilung in diesem Bereich verabschiedet. In dieser wird die Mehrsprachigkeit als sozio-kultureller und wirtschaftlicher Vorteil für Europa bezeichnet.
Die Vorschläge der Kommission zielen darauf ab, in drei Hauptbereichen sprachliche Vielfalt zu fördern: Gesellschaft, Wirtschaft und in den Beziehungen zwischen der Kommission und den Bürgern, sowohl auf nationaler wie auf europäischer Ebene. Ebenfalls Teil der Mitteilung war die Einberufung einer Hochrangigen Gruppe für Mehrsprachigkeit, die aus Experten besteht, die Unterstützung und Empfehlungen für künftige europäische Initiativen geben sollen.
Orban, der am 2. Februar 2007 zum ersten Mal einer Sitzung dieser hochrangigen Gruppe vorsaß (der vierten Sitzung), bestätigte, er werde sich an die Empfehlungen der Gruppe halten, vor allem im Hinblick auf:
- Förderung der Spracherlernung: Best Practices zwischen den Mitgliedstaaten vergleichen, um das Prinzip „Muttersprache plus zwei weitere Sprachen“ zu stärken;
- Sprachliche Vielfalt fördern: Die EU sollte künftig verstärkt den Dialog mit den Unionsbürgern in ihrer eigenen Sprache führen.
„Mehrsprachigkeit ist eine Chance, keine Last“ so Kommissar Orban, der hinzufügte, dass die Forschungspolitik dies widerspiegeln sollte und dass die Mehrsprachigkeit in Entscheidungen in den Bereichen Bildung und Einwanderung berücksichtigt werden müsste.
Da Mehrsprachigkeit ebenfalls eine Rolle bei der Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtscahft spielen und die Arbeitnehmermobilität fördern könnte, erwägt Orban die Schaffung eines Wirtschaftsforums für Mehrsprachigkeit, um die Sicht der Wirtschaft in dieser Frage zu erfahren.
Die hochrangige Gruppe für Mehrsprachigkeit wird voraussichtlich am 26. September 2007 ihre Empfehlungen vorlegen – am Europäischen Tag der Sprachen. Ende des Jahres soll eine Konferenz auf Ministerebene über die Empfehlungen der Gruppe beraten.