Orbán: Flüchtlingspolitik der EU-Kommission ist Schuld am Brexit

Für den ungarischen Premierminister Viktor Orbán ist klar, warum sich die Briten für einen Brexit entschieden haben. Sei seien unzufrieden mit der EU-Politik in der Flüchtlingskrise gewesen, betont er. EURACTIV Brüssel berichtet.

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Viktor Orbán. Budapest, 2011.
Der ungarische Premierminister Viktor Orbán versteht die Entscheidung der Briten. [<a href="https://www.flickr.com/photos/europapont/5333449743/in/photolist-98ijN4-ayCneP-9yzBUo-98g2sF-ayF331-98j7P7-beScQR-beSd2x-aCYTFG-9NzVLh-9NxaSk-9bvBaR-nduipY-9Zm9ua-9bH6qM-98ijNv-9NMYdk-pLJjHc-9NMXYD-9NMYuT-7SMamj-dyqVvk-dyqVwP-98v3HF-98fzi8-98ybN9-qr4oCB-pLvg6Q-qr4oP8-qqWdib-qHvf1z-98fEDt-98iYU7-98iMGb-pLvfMo-qFdxxW-qqWZ71-qqWcNU-qr4ohg-qr5PZe-qr5Q7D-98ijNa-e195C7-asxdSS-ebMSfP-cnfuwY-e16gXv-e16gYZ-e16gVV-e16gZM" target="_blank" rel="noopener">[Europa Pont CC BY 2.0/Flickr]</a>]

Für den ungarischen Premierminister Viktor Orbán ist klar, warum sich die Briten für einen Brexit entschieden haben. Sie seien unzufrieden mit der EU-Flüchtlingspolitik gewesen, betont er. EURACTIV Brüssel berichtet.

Die Visegrad-Länder Mitteleuropas werden sich bald treffen, um über die Folgen des EU-Austritts Großbritanniens zu diskutieren, bestätigte der ungarische Premierminister heute Morgen im öffentlichen Radio. Die Visegrad-Gruppe setzt sich zusammen aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Orbán zufolge habe vor allem das Thema Migration eine übergeordnete Rolle in der Brexit-Debatte gespielt. Er sei jedoch zuversichtlich, was die Zukunft der mehreren hunderttausend erwerbstätigen Osteuropäer – darunter auch viele Ungarer – in Großbritannien angehe. Am wahrscheinlichsten sei es, dass das Vereinigte Königreich nun ein Abkommen mit der EU unterzeichne, das solche Angelegenheiten regeln werde.

„Brüssel muss den EU-Bürgern besser zuhören. Das ist das Wichtigste, dass wir aus dieser Abstimmung lernen können“, so der Premierminister. Das Brexit-Votum habe gezeigt, dass die EU angemessen auf Themen wie die Migration reagieren müsse.

„Warum ist Ungarn in der EU? Wir sind EU-Mitglied, weil wir an ein starkes Europa glauben“, fügt er hinzu. „Europa kann jedoch nur stark sein, wenn es Antworten auf wichtige Fragten wie die Immigration findet – Antworten, die es nicht gleichzeitig schwächen. Diese hat die EU nicht liefern können“, erklärt er.