Ölpreise: Tut die EU genug? [DE]

EU-Energiekommissar Piebalgs hat vor dem Europäischen Parlament seine Absicht bekräftigt, den Energiebedarf der EU zu verringern und die Nutzung alternativer Energieformen stärker voranzutreiben.

EU-Energiekommissar Piebalgs hat vor dem Europäischen Parlament seine Absicht bekräftigt, den Energiebedarf der EU zu verringern und die Nutzung alternativer Energieformen stärker voranzutreiben.

Am 28. September hat sich das Europäische Parlament mit dem von EU-Kommissar Piebalgs präsentierten Aktionsplan der Kommission befasst, der den hohen Ölpreisen entgegenwirken soll (siehe auch EURACTIV, 7. September 2005). Unter anderem sieht er vor, dass die Strategie für Energieeffizienz stärker vorangetrieben, die Vorhersehbarkeit an den Ölmärkten verbessert, das Angebot von Öl und Gas erhöht und das System der Ölreserven verbessert werden. 

Die Europaabgeordneten unterstrichen in ersten Reaktionen, dass die EU mehr tun müsse, um das strukturelle Problem der Abhängigkeit der EU von fossilen Treibstoffen anzugehen. In einem Entschließungsantrag, über den am 29. September abgestimmt wird, schlagen die Abgeordneten vor, die EU „bis 2020 zur weltweit am wenigsten von fossilen Treibstoffen abhängigen und energieeffizientesten Wirtschaft“ zu machen. 

Das Institut Français de Petrole hat am 28. September nochmals betont, dass sich Europa auf das Zeitalter nach dem Öl vorbereiten müsse (ähnliches forderte der französische Premier de Villepin jüngst in einer Rede). Der Direktor des französischen Energieinstituts, Jean-Pierre Favennec, sagte gegenüber der französischen Presse, dass die Ölmärkte in den kommenden zwanzig Jahren vor einer schweren Versorgungskrise stehen würden.