Österreichische Regierung will fossile Heizungen ab 2023 verbieten
Die Regierung will neue Öl-, Kohle- und Gasheizungen ab 2023 verbieten, was sich auch auf den Austausch bestehender Heizungen erstrecken würde, benötigt aber eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Die Regierung will neue Öl-, Kohle- und Gasheizungen ab 2023 verbieten, was sich auch auf den Austausch bestehender Heizungen erstrecken würde, benötigt aber eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Österreichs Gebäudesektor liegt weit über dem EU-Durchschnitt ab. Während Gebäude zwar 25 Prozent des Gases verbrauchen, machen ihre Emissionen nur 13 Prozent der Gesamtemissionen des Landes aus. Da das Land weitgehend von russischem Gas abhängig ist, hatten Experten trotzdem darauf gedrängt, den Ausstieg aus der Gasheizung zu beschleunigen.
„Wirkliche Unabhängigkeit, wirkliche Sicherheit, wird es erst geben, wenn wir uns aus der Abhängigkeit von russischem Gas befreien“, erklärte Energieministerin Leonore Gewessler.
„Das ist machbar, aber wir müssen so schnell wie möglich auf Alternativen umsteigen“, fügte sie hinzu.
Für Gebäude bedeute die Umstellung von Heizungen, auf „bekannte Technologien“ zu setzen.
Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme gelten allgemein als optimale Wärmequellen. In Österreich sind Pelletheizungen bei Bevölkerung und Politik ebenfalls beliebt.
Ab dem Jahr 2023 sind fossile Heizungen in Neubauten verboten. Kaputte Öl- und Kohleheizungen müssen durch klimafreundliche Heizungen ersetzt werden.
Ab 2025 müssen alte Kohle- und Ölheizungen ausgetauscht werden. Beginnend mit Ölheizungen, die vor 1980 gebaut wurden, hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, bis 2035 keine privaten Öl- und Kohleheizungen mehr zu betreiben. Bis 2040 müssen alle Gasheizungen ersetzt werden.
Das neue Erneuerbare-Wärme-Gesetz erfordert eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Das bedeutet, dass die österreichische Regierung wohl die sozialdemokratische SPÖ noch überzeugen muss.