Österreich will Gastgeber für Ukraine-Russland Friedensgespräche werden
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer hat Wien als Verhandlungsort für Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorgeschlagen als Reaktion auf die nukleare Abschreckung Russlands.
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer hat Wien als Verhandlungsort für Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorgeschlagen, als Reaktion auf die nukleare Abschreckung Russlands.
„Österreich hat sich immer als Brückenbauer verstanden und steht auch im aktuellen Konflikt als Ort des Dialoges zur Verfügung“, sagte Nehammer am späten Sonntagabend.
„Es muss jede Möglichkeit genutzt werden, um die Spirale der Gewalt und der Drohungen zu durchbrechen und wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren“, fügte er hinzu.
Nehammer schloss sich der NATO und den USA an und verurteilte Russlands Entscheidung, seine Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft zu versetzen.
„Die Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind mehr als besorgniserregend. Das Versetzen seiner Atom-Streitkräfte in Alarmbereitschaft ist eine weitere Eskalation in diesem Konflikt“, erklärte er.
„Man fühlt sich dadurch zunehmend in eine Zeit versetzt, die wir zurecht in die Geschichtsbücher verbannt haben“.
Österreich ist kein Mitglied der NATO, war schon früher Gastgeber für Gespräche zwischen den Mächten des Kalten Krieges und beherbergt den Sitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Ab Sonntag fanden Gespräche zwischen Russland und der Ukraine an der belarussischen Grenze statt. Die Ukraine hatte Polen vorgeschlagen, was Putin aufgrund der NATO-Mitgliedschaft Polens ablehnte, während der Vorschlag des Kremls für Belarus rundweg abgelehnt wurde.
„Österreich kann aktiven Beitrag zum Frieden in der Ukraine leisten. Als neutraler Ort des Dialogs hat sich unser Land in der Geschichte oft bewährt“, twitterte Pamela Rendi-Wagner, Chefin der sozialdemokratischen Oppositionspartei SPÖ.