Österreich will Flüchtlinge aus Ukraine aufnehmen, trotz strikter Migrationspolitik
Österreich wird seine Nachbarstaaten bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms unterstützen, der nach dem Militärangriff Russlands auf die Ukraine erwartet wird -trotz seiner allgemein restriktiven Migrationspolitik.
Österreich wird seine Nachbarstaaten bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms unterstützen, der nach dem Militärangriff Russlands auf die Ukraine erwartet wird. Trotz seiner allgemein restriktiven Migrationspolitik wird das Land ukrainische Flüchtlinge aufnehmen.
Mehrere an die Ukraine angrenzende EU-Länder haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen und bereiten sich auf Tausende von Migrant:innen vor.
„Der Druck an der slowakischen, aber auch an der ungarischen und polnischen Grenze nimmt zu. Wir müssen diese Länder jetzt solidarisch unterstützen“, sagte Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer am Donnerstag (24. Februar).
„Wir sind eine europäische Familie und Familien stehen zueinander“, fügte er hinzu.
Während sich Österreich seit langem gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge in die Europäische Union ausspricht und immer wieder auf strengere Grenzkontrollen drängt, hat Wien Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine gezeigt.
Nach der Annexion der Krim 2014 war Österreich nicht unter den Aufnahmeländern für ukrainische Flüchtlinge und hat keine nennenswerte ukrainische Gemeinschaft.
„Natürlich werden wir Flüchtlinge aufnehmen, wenn es nötig ist“, sagte Nehammer.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind derzeit rund 100.000 ukrainische Menschen nach dem russischen Einmarsch auf der Flucht.
„Wir können die genauen Zahlen noch nicht bestätigen, aber es ist klar, dass es erhebliche Bewegungen innerhalb des Landes und einige Bewegungen über die Grenzen hinweg gegeben hat“, sagte die UNHCR-Sprecherin Shabia Mantoo am Donnerstag.