Österreich sagt Moldawien 7 Millionen Euro Unterstützung zu

Während eines Besuchs in Moldawien hat der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg zugesagt, die Republik Moldawien bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine finanziell zu unterstützen.

Euractiv.de
Austrian Foreign Minister Alexander Schallenberg visits Prague
Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg besuchte gemeinsam mit seinen tschechischen und slowakischen Amtskollegen die Republik Moldau. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Während eines Besuchs in Moldawien hat der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg zugesagt, die Republik Moldawien bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine finanziell zu unterstützen.

„Ihr seid nicht allein und könnt euch auf unsere Solidarität verlassen“, versicherte Schallenberg am Freitag (1. April), wie Vienna Online berichtete.

Österreich ist eines der EU-Länder, die derzeit ukrainische Flüchtlinge aus Moldawien ausfliegen.

Die Rettungsaktion wird jedoch dadurch erschwert wird, dass die Piloten den ukrainischen Luftraum meiden müssen. Wie das malaysische Flugzeug MH17 zeigte, das 2014 von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde, ist der Luftraum in der Region nicht sicher.

Moldawien hat von allen europäischen Ländern die meisten Flüchtlinge pro Kopf aufgenommen hat. Jetzt brauchen sie Unterstützung in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro, wie Präsidentin Maia Sandu gegenüber der FAZ erklärte.

Der kleine Alpenstaat Österreich wird 5 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung stellen und das Budget für Entwicklungshilfe von 3 Millionen Euro um 5 Millionen Euro aufstocken. „Wir sind nicht mit leeren Händen gekommen“, sagte Schallenberg bei seinem Besuch.

Im März hatte die Republik Moldau einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt. Dieser wurde jedoch während des Besuchs nicht ausdrücklich von Schallenberg unterstützt, obwohl sich Österreich politisch auf die Region konzentriert und auch beim letzten EU-Gipfel im März für politische Unterstützung für die Region warb.