Österreich drängt auf bessere Überwachung des Waffenembargos für Libyen
"Wenn man dem UN-Waffenembargo zum Durchbruch verhelfen will, dann sollte die EU nicht nur Waffentransporte auf dem Seeweg kontrollieren, sondern auch die Land- und Luftwege im Auge behalten", sagte Außenminister Alexander Schallenberg.
Österreich hat vor dem Treffen der EU-Außenminister auf eine stärkere Überwachung des UN-Waffenembargos für Libyen gedrängt.
„Wenn man dem UN-Waffenembargo zum Durchbruch verhelfen will, dann sollte die EU nicht nur Waffentransporte auf dem Seeweg kontrollieren, sondern auch die Land- und Luftwege im Auge behalten“, sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg der Zeitung „Welt“ (Montagsausgabe).
Er sprach sich dafür aus, die Luftraumüberwachung im Rahmen der EU-Marinemission „Irini“ voranzutreiben, „sodass land- und seegestützte Drohnen mögliche Waffentransporte über die ägyptisch-libysche Grenze auch erfassen“. Die Präsenz von Drohnen könne zudem helfen, „eine Hemmschwelle für weitere Waffentransporte zu errichten“.
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Schallenberg bezeichnete die Bilanz der EU-Marinemission bisher als „durchwachsen“. Laut dem österreichischen Außenminister konnten die EU-Soldaten im Rahmen von „Irini“ bisher keine geschmuggelten Waffen sicherstellen. „Das Problem ist ja auch, dass die EU-Soldaten – darunter auch Österreicher – gemäß internationalem Recht ein Schiff nur dann kontrollieren dürfen, wenn die Betroffenen zuvor eingewilligt haben“, erklärte Schallenberg.
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