Norwegen nennt Belarus nicht mehr 'Weißrussland'

Norwegen wird nun Belarus anstelle von Hviterussland - was auf Norwegisch "Weißrussland" bedeutet und die wörtliche Übersetzung von Belarus ist - verwenden, gab das Auswärtige Amt am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt.

EURACTIV.com
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Das Außenministerium gab die Namensänderung am internationalen Tag der Solidarität mit Belarus (29. Mai) bekannt. Damit folgt es Schweden und Dänemark, die diese Änderung bereits 2019 beziehungsweise 2021 vorgenommen haben. [[Shutterstock/Sergio Delle Vedove]]

Norwegen wird nun Belarus anstelle von Hviterussland – was auf Norwegisch „Weißrussland“ bedeutet – verwenden, wie das Auswärtige Amt am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Das Außenministerium gab die Namensänderung am internationalen Tag der Solidarität mit Belarus (29. Mai) bekannt. Damit folgt es Schweden und Dänemark, die diese Änderung bereits 2019 beziehungsweise 2021 vorgenommen haben.

„Ich freue mich, dass wir die Namensänderung an diesem Tag verkünden und unsere Solidarität mit den demokratischen Kräften in Belarus zeigen können“, sagte Außenministerin Anniken Huitfeldt.

In der Pressemitteilung des Ministeriums heißt es, dass die Betonung von Belarus und Belarussisch als etwas, das sich deutlich von Russland und Russisch unterscheidet, eine große symbolische Bedeutung für die belarussische Demokratiebewegung habe, die mit zunehmend schwierigen Bedingungen konfrontiert ist.

„Obwohl es historische und sprachliche Argumente für die Schreibweise Hviterussland oder Kviterussland gibt, ist dies letztlich eine politische Frage“, sagte Huitfeldt.

Bei einem Treffen mit einer der Anführerinnen der Demokratiebewegung in Weißrussland, Swetlana Tichanowskaja, informierte Huitfeldt sie über die Namensänderung. „Sie zeigte sich glücklich und dankbar für die Entscheidung“, berichtete die Außenministerin weiter.

Am Sonntag jährte sich zudem die Verhaftung von Tsikhanowskajas Ehemann, dem Bürgerrechtler Siarhej Tsikhanowski, zum zweiten Mal.