Nordmazedonien droht eine Heizkrise
Mehr als 45 000 Familien in Nordmazedonien laufen Gefahr, ohne Heizung auszukommen. Die Regierung hat beschlossen, den Preis für Pellets auf 6,50 Euro zu begrenzen, woraufhin sich die Großhändler geweigert haben, zu diesem Preis zu verkaufen.
Mehr als 45 000 Familien in Nordmazedonien laufen Gefahr, ohne Heizung auskommen zu müssen. Die Regierung hat beschlossen, den Preis für Pellets auf 6,50 Euro zu begrenzen, woraufhin sich die Großhändler geweigert haben, zu diesem Preis zu verkaufen.
Mit dem Wintereinbruch macht sich die Energiekrise mit voller Wucht bemerkbar, da die Kosten in die Höhe schnellen und Tausende dazu treiben, sich mit Holz und Pellets zu wärmen. Doch die gestiegene Nachfrage hat die Preise erheblich in die Höhe getrieben.
„Wir können zu diesen Preisen nicht verkaufen. Wir befinden uns in einer absurden Situation, in der wir nicht funktionieren können. Das Endergebnis wird leider sein, dass es sehr bald keine Pellets mehr auf dem Markt geben wird“, sagte Vladimir Stojanovski, Vorsitzender des Verbands Biomak.
Die Unternehmen haben stattdessen gefordert, die Obergrenze anzuheben und die Gewinnspanne auf 10 Prozent zu begrenzen.
In der Zwischenzeit hat die Regierung in Skopje Familien beim Kauf von Pelletöfen mit bis zu 500 Euro pro Haushalt subventioniert. Derzeit gibt eine Durchschnittsfamilie mit einem Ofen zwischen 240 und 480 Euro pro Monat aus, doch bei den derzeitigen Marktpreisen dürfte sich dieser Betrag auf bis zu 1.440 Euro belaufen.
Während sich viele Familien in diesem Winter darum bemühen müssen, warm zu bleiben, werden die Unternehmen vom Staat unterstützt. Diejenigen, die Grundnahrungsmittel herstellen, zahlen nur 80 Euro pro Megawatt, was die Kosten für die Produkte um mindestens 10 Prozent senkt.
„Ich habe versprochen, dass es in diesem Winter Lebensmittel, Strom und Wärme für alle geben wird. Mit den neuen Regierungsbeschlüssen bieten wir den Unternehmen, die Grundnahrungsmittel herstellen, billigeren Strom, etwa 80 Euro pro Megawattstunde“, sagte Premierminister Dimitar Kovačevski.
Zu den Regierungsmaßnahmen gehört auch die Versorgung von Trinkwasser mit Strom zu einem Festpreis von 95 Euro pro Megawattstunde, um die Wasserkosten niedrig zu halten.