Niederlande: Wohnungsnot durch Zuwanderung und Ukrainekrieg verschärft

Der Krieg in der Ukraine und die zunehmende Einwanderung in die Niederlande hätten den Bedarf an Wohnraum erhöht, betont Bauminister Hugo De Jong in einem Aktionsplan, der am Donnerstag vorgestellt wurde.

Euractiv.com
Building,House,On,Blueprints,With,Worker,-,Construction,Project
Das Wohnungsbauprogramm zielt darauf ab, bis 2030 900.000 Wohnungen zu schaffen. Die NL Times berichtete, dass bis 2030 845.000 Wohnungen gebaut werden müssen, um die Marktnachfrage zu befriedigen. [Shutterstock/Romolo Tavani]

Der Krieg in der Ukraine und die zunehmende Einwanderung in die Niederlande hätten den Bedarf an Wohnraum erhöht, betont Bauminister Hugo De Jong in einem Aktionsplan, der am Donnerstag vorgestellt wurde.

Das Wohnungsbauprogramm zielt darauf ab,900.000 Wohnungen bis 2030 zu schaffen. Wie die NL Times berichtet, müssen bis zu dem Jahr 845.000 Wohnungen gebaut werden, um die Marktnachfrage zu befriedigen.

„Wir haben es mit anhaltend hohen Baupreisen zu tun, mit einer begrenzten Verfügbarkeit von Material, mit Unsicherheiten wie der Stickstoffproblematik, dem Anstieg der Zinssätze und der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt“, schrieb De Jong.

Die Verbesserung der Effizienz in der Projektierungsphase, zusätzliche Mittel für Gemeinden und Provinzen und die Förderung industrieller Innovationen gehören zu den Maßnahmen des Aktionsplans, den De Jong der Abgeordnetenkammer übermittelt hat.

„Der Bau eines Hauses dauert von der Planung bis zur Realisierung durchschnittlich zehn Jahre. Das sollte und kann kürzer sein“. So schlägt de Jong vor, schnellere Verfahren im Rahmen von Pilotprojekten zu testen, um sie später in Zusammenarbeit mit regionalen Behörden, Wohnungsbaugesellschaften, Marktteilnehmer:innen und Justizbehörden umzusetzen.

Darüber hinaus werden 90 Millionen Euro für neues Personal auf Gemeinde- und Provinzebene zur Verfügung gestellt, um die Verwaltungskapazitäten auszubauen. Außerdem ist eine weitere Standardisierung der Bauvorschriften vorgesehen, um Zeit und Kosten zu sparen, und die Einspruchs- und Beschwerdeverfahren sollen bei einer einzigen Behörde zentralisiert werden.

Der Aktionsplan soll die Wohnungsnot im Land bekämpfen: „Wir sind es allen Wohnungssuchenden schuldig, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um den Wohnungsbau zu beschleunigen“, sagte De Jong.