Niederlande und Deutschland beginnen mit Gasbohrungen im Wattenmeer
Deutschland will mit dem niederländischen Explorations- und Produktionsunternehmen ONE-Dyas zusammenarbeiten, um ein Gasfeld oberhalb von Schiermonnikoog und der Watteninsel Borkum zu betreiben, so der niederländische Rundfunk NOS am Mittwoch.
Deutschland will mit dem niederländischen Explorations- und Produktionsunternehmen ONE-Dyas zusammenarbeiten, um ein Gasfeld oberhalb von Schiermonnikoog und der Watteninsel Borkum zu betreiben.
Die Ankündigung wurde am Dienstag (21. April) von Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, bekannt gegeben.
„Wir können es uns nicht leisten, die Niederlande um mehr Gas zu bitten und uns weiterhin zu weigern, unser eigenes Gas zu fördern“, sagte Althusmann.
Nach Angaben von DutchNews soll das Gasfeld etwa 20 Kilometer nördlich der deutschen Inseln Borkum liegen. Das Gebiet enthält kalorienarmes Gas, das für den Hausgebrauch geeignet ist und in deutschen und niederländischen Haushalten verwendet werden könnte.
Da sich das Gasfeld sowohl unter dem niederländischen als auch unter dem deutschen Meeresboden befindet, bedarf es der Zustimmung beider Länder, damit das dort gefundene Gas gefördert werden kann.
Während die Niederlande den Plan bereits zuvor unterstützten, war Deutschland bisher gegen die Idee. Der russische Einmarsch in der Ukraine hat jedoch zu einer drohenden Gasknappheit geführt, die den Druck, dem Projekt zuzustimmen, erhöht hat.