Niederlande pochen auf gemeinsame Gaskäufe

Der gemeinsame Einkauf von fossilem Gas sei äußerst wichtig, um die anhaltende Energiekrise zu bewältigen, die voraussichtlich bis mindestens 2023 andauern werde, sagte der niederländische Minister Rob Jetten vor einem Treffen der EU-Energieminister:innen.

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Die Minister treffen sich am Dienstag in Luxemburg, um den jüngsten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Bekämpfung der hohen Energiepreise zu erörtern. [EPA-EFE/MARCIN BIELECKI POLAND OUT]

Der gemeinsame Einkauf von fossilem Gas sei äußerst wichtig, um die anhaltende Energiekrise zu bewältigen, die voraussichtlich bis mindestens 2023 andauern werde, sagte der niederländische Minister Rob Jetten vor einem Treffen der EU-Energieminister:innen.

Die Minister:innen treffen sich am Dienstag (25. Oktober) in Luxemburg, um den jüngsten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Bekämpfung der hohen Energiepreise zu erörtern. Dieser sieht vor, den gemeinsamen Einkauf von Gas zu fördern, um die Angebote wettbewerbsfähiger zu machen und zu verhindern, dass sich die EU-Unternehmen gegenseitig überbieten, was die Preise in die Höhe treibt.

Im Rahmen des neuen Vorschlags, der voraussichtlich im November angenommen werden soll, schlägt Brüssel vor, die EU-Länder zu verpflichten, mindestens 15 Prozent ihres Speicherbedarfs gemeinsam zu decken. Dies entspricht etwa 13,5 Milliarden Kubikmetern für die gesamte EU.

„Es ist sehr wichtig, dass wir die Herausforderungen berücksichtigen, mit denen wir im Jahr 2023 konfrontiert sein werden, um sicherzustellen, dass unsere Gasspeicher in dem Maße gefüllt sind, wie wir es heute sehen“, sagte Jetten vor Journalisten.

Die Gasspeicher in der EU sind zu mehr als 90 Prozent gefüllt und liegen damit weit über dem EU-weiten Ziel, in diesem Jahr 80 Prozent zu erreichen. Es bestehen jedoch Bedenken, ob die EU in der Lage sein wird, die Speicher im nächsten Jahr mit demselben Erfolg zu füllen, insbesondere angesichts der anhaltenden Unterbrechungen der russischen Gaslieferungen.

Die EU-Minister:innen werden am Dienstag über den Vorschlag diskutieren, die Gaspreise zu senken und gemeinsam Lieferungen zu kaufen. Jetten wies jedoch darauf hin, dass die Preise im Vergleich zu den steigenden Rechnungen im Sommer bereits gesunken seien.