Niederländer verstärken Migrationszusammenarbeit mit Niger
In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben Migrationsminister Eric van den Burg und die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit, Liesje Schreinemajer, am Mittwoch (1. Februar) eine Vereinbarung über die Verstärkung ihrer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der irregulären Migration bekannt gegeben.
Die Niederlande wollen gemeinsam mit Niger stärker gegen illegale Migration vorgehen. Daher haben sie eine Vereinbarung über die Verstärkung ihrer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der irregulären Migration gezeichnet.
Die Vereinbarung betrifft den Menschenhandel, die Grenzsicherheit, den Schutz von Migrant:innen und die freiwillige Rückführung von Migrant:innen aus Niger.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die erneuerten EU-Bemühungen zur Bewältigung der Migrationskrise, „wie die Team-Europe-Initiativen auf den Migrationsrouten im zentralen und westlichen Mittelmeer“, zu ergänzen, heißt es in der Presseerklärung.
Mit dieser Vereinbarung sind die Niederlande nach Schweden, Österreich und Italien der jüngste Mitgliedstaat, der in den letzten Wochen neue Initiativen zur Migrationsbekämpfung verabschiedet hat.
„Der Start dieser Migrationspartnerschaft mit Niger ist ein wichtiger Schritt für beide Länder. In Niger kann sie dazu beitragen, den verabscheuungswürdigen Menschenhandel zu bekämpfen, und in den Niederlanden kann sie uns helfen, die irreguläre Migration zu bekämpfen“, sagte Migrationsminister Eric van den Burg
Die neue Partnerschaft baut auf der bestehenden bilateralen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Ernährungssicherheit, Wasserwirtschaft, Gesundheitswesen, Staatsführung und Zugang zur Justiz auf.
Im Bereich der Migration bilden die Niederlande bereits „mobile nigrische Grenzschutzteams aus, um gegen den illegalen und daher oft gefährlichen Transport von Migrant:innen vorzugehen“, schrieb die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit, Liesje Schreinemajer, auf Twitter.
Die Einzelheiten der neuen niederländisch-nigerianischen Partnerschaft im Bereich der Migration werden in einem Fahrplan ausgearbeitet, der „später in diesem Jahr“ erstellt werden soll. Die beiden Länder haben außerdem zukünftige bilaterale Konsultationen ins Auge gefasst, um „die Umsetzung sicherzustellen“, wie es in der gemeinsamen Pressemitteilung heißt.
Niger ist für die EU der wichtigste, da letzter verbleibender, Partner in der Sahelzone, um die irreguläre Migration zu bekämpfen. Das Land ist eine Drehscheibe für Migrationsströme, die letztendlich Europa erreichen.