NGO: Achtzehn Migranten verschwinden nach verpfuschter Rettungsaktion
Achtzehn Migranten werden seit Dienstag vermisst, während mehr als 400 gerettet wurden, die versuchten, die Kanarischen Inseln über die sogenannte Atlantikroute nach Europa zu erreichen. Canariasahora und EURACTIVs Partner EFE berichten.
Achtzehn Migranten werden seit Dienstag vermisst, während mehr als 400 gerettet wurden, die versuchten, die Kanarischen Inseln über die sogenannte Atlantikroute nach Europa zu erreichen. Canariasahora und EURACTIVs Partner EFE berichten.
Gegen 17 Uhr erhielt die NGO Walkingborders einen Anruf von einem Schlauchboot mit siebenundzwanzig Migranten. Das Boot hatte vierzehn Stunden zuvor die Küste Marokkos verlassen.
Die NGO Walkingborders übermittelte den spanischen Behörden alle Informationen, einschließlich der Position des Bootes. Um 19:30 Uhr, als einige Migranten bereits ins Meer gestürzt waren und zu ertrinken drohten, übermittelten sie ebenfalls ein Update.
Die von der Küstenwache gestartete Rettungsaktion traf jedoch erst um 23 Uhr ein, mehr als sechs Stunden nach dem ersten Notruf, und nur neun Migranten wurden lebend gefunden.
Nach der Rettungsaktion wurden weder Einzelheiten über die Opfer bekannt gegeben, noch wurde nach Leichen oder möglichen Überlebenden gesucht.
Die katastrophale Reaktion der Küstenwache hat viele Fragen aufgeworfen.
Walkingborders hat eine Anfrage an den spanischen Bürgerbeauftragten gerichtet und ihn aufgefordert, nach Antworten auf die Tragödie zu suchen.
In den letzten zwei Tagen wurden mehr als 580 Migranten auf der Atlantikroute gerettet, die als die gefährlichste nach Europa gilt. Im Jahr 2021 starben mehr als 4.400 Migranten bei dem Versuch, die Kanarischen Inseln zu erreichen.