Neue Mpox-Variante in Afrika: Frankreich aktualisiert Impfstrategie
Frankreich hat seine Impfempfehlungen angesichts des Anstiegs der Mpox-Fälle in Zentralafrika, die mit den Varianten Klade I und Klade Ib zusammenhängen, aktualisiert. Das Risiko einer Einschleppung des Virus in das Land wird jedoch als gering erachtet.
Frankreich hat seine Impfempfehlungen angesichts des Anstiegs der Mpox-Fälle in Zentralafrika, die mit den Varianten Klade I und Klade Ib zusammenhängen, aktualisiert. Das Risiko einer Einschleppung des Virus in das Land wird jedoch als gering erachtet.
Am 14. August hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Reaktion auf das Auftreten der neuen Variante des Mpox-Virus Klade Ib in Afrika einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Am Dienstag (3. September) stellte dann die Direction Générale de la Santé (DGS) des französischen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Solidarität die neue Impfstrategie Frankreichs vor. Damit reagiert Frankreich auf die Zunahme der Mpox-Fälle in Zentralafrika.
Die meisten Mpox-Fälle der Variante Klade Ib treten in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) auf. Aber auch in den Nachbarstaaten, darunter Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda, wurden Fälle bestätigt.
In Frankreich ist das Risiko einer Ausbreitung von Mpox gering, versicherte die Direction Générale de la Santé. Sie schloss jedoch nicht aus, dass in den kommenden Wochen und Monaten „sporadische“ Fälle auftreten könnten.
In diesem Sommer hatte das französische Gesundheitsministerium die französische Gesundheitsbehörde (HAS) aufgefordert, ihre Impfempfehlungen zu aktualisieren. Diese wurden am Montag (2. September) veröffentlicht.
Die Empfehlungen der französischen Gesundheitsbehörde beinhalten die Umsetzung der Strategie, die 2022 während der letzten Mpox-Epidemie, die durch die Variante Klade II verursacht wurde, entwickelt wurde. Diese Variante ist in Frankreich nach wie vor im Umlauf. Seit Anfang des Jahres wurden 126 Fälle festgestellt.
Die französischen Behörden raten gefährdeten Personen, sich impfen zu lassen. Diejenigen, die bereits 2022 geimpft wurden, sollten sich eine Auffrischungsdosis verabreichen lassen. Personen, die sich bereits mit dem Virus infiziert haben, müssen nicht geimpft werden.
Zu den Risikogruppen gehören Männer, die Sex mit Männern haben, Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern und Sexarbeiter.
Mit dieser Impfstrategie werde ein dreifaches Ziel verfolgt, erklärte die Direction Générale de la Santé. Erstens solle das Risiko der Ausbreitung von Klade I verringert werden. Zweitens solle die Zirkulation von Klade II reduziert oder sogar ganz unterbunden werden. Drittens solle der Grad der Langzeitimmunität erhöht werden.
Die Direction Générale de la Santé versicherte auch, dass die Bestände des Impfstoffs gegen das Virus „völlig ausreichend“ seien. Es handelt sich dabei um den Impfstoff Imvanex, der von dem dänischen Pharmaunternehmen Bavarian Nordic hergestellt wird.
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt in seiner jüngsten Bewertung das Risiko einer Ausbreitung der Variante Klade I in Europa ebenfalls als gering ein. Bislang wurde ein Fall in Schweden festgestellt.
[Bearbeitet von Catherine Feore/Owen Morgan]