NATO-Unterstützung für Ukraine beziffert sich bisher auf 150 Milliarden Euro

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat erklärt, dass sich die bisherigen Gesamtkosten der Hilfe der NATO-Staaten für die Ukraine während des gesamten Krieges auf rund 150 Milliarden Euro belaufen.

European Pravda mit EURACTIV
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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht mit Journalisten bei seiner Ankunft zu einem informellen Treffen der EU-Verteidigungsminister in der Scandinavian XPO in Marsta, außerhalb von Stockholm, Schweden, am 08. März 2023. Die Verteidigungsminister werden unter anderem über die militärische Unterstützung der EU für die Ukraine sprechen. [EPA-EFE/CHRISTINE OLSSON SWEDEN OUT]

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat erklärt, dass sich die bisherigen Gesamtkosten der Hilfe der NATO-Staaten für die Ukraine während des gesamten Krieges auf rund 150 Milliarden Euro belaufen.

„Die NATO-Verbündeten haben die Ukraine im letzten Jahr mit militärischer, finanzieller und wirtschaftlicher Unterstützung im Wert von fast 150 Milliarden Euro unterstützt, von denen 65 Milliarden Euro auf die militärische Unterstützung entfallen“, sagte Stoltenberg vor dem Treffen der Verteidigungsminister der NATO-Staaten am 8. März.

Wie es scheint, wurde damit zum ersten Mal der Gesamtbetrag der westlichen Hilfe für die Ukraine bekannt gegeben.

Stoltenberg unterstreicht auch die Notwendigkeit, die Produktion von Munition hochzufahren. Er wies darauf hin, dass es bei dem Treffen genau darum gehe. Die Alliierten bereiten sich darauf vor, neue Richtlinien und neue Anforderungen an die Munitionsvorräte zu vereinbaren. Dadurch soll sichergestellt werden, dass eigene Vorräte wieder aufgefüllt werden können.

„Die NATO-Staaten haben Verträge mit der Rüstungsindustrie unterzeichnet, um die Produktion angesichts der langfristigen Nachfragesignale hochzufahren, was ich begrüße, und mehrere NATO-Staaten haben auch gemeinsame Projekte zur Beschaffung verschiedener Munitionstypen sowie die Lagerung von Munition in Angriff genommen“, erklärte er.

Stoltenbergs Amtszeit endet 2023, das Rennen um die Nachfolge ist noch offen.

Zuletzt hatte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow erklärt, dass die EU-Verteidigungsminister in Stockholm über die Lieferung von einer Million 155-mm-Artilleriemunition und anderer schwerer Ausrüstung für die ukrainische Gegenoffensive beraten würden.