Nato-Generalsekretär: Allianz nach Polen-Vorfall wachsam

Die NATO-Botschafter:innen beschlossen, wachsam und ruhig zu bleiben, sich eng abzustimmen und die Situation zu beobachten, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch und betonte die Bereitschaft der NATO, das zu tun, was zum Schutz der Verbündeten notwendig ist.

EURACTIV.pl
NATO Secretary General Stoltenberg’s press conference on last development with Poland missile strike
"Wir haben keinen Hinweis darauf, dass dies das Ergebnis eines absichtlichen Angriffs war, und wir haben keinen Hinweis darauf, dass Russland offensive militärische Aktionen gegen die NATO vorbereitet", sagte Stoltenberg bei der Pressekonferenz nach dem Treffen. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET]

Die NATO-Botschafter:innen habe beschlossen, wachsam und ruhig zu bleiben, sich eng abzustimmen und die Situation zu beobachten, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch.

Die NATO-Botschafter:innen trafen sich, um über die Raketenexplosion vom Vortag in Przewodów nahe der ukrainischen Grenze zu sprechen, bei der zwei Menschen ums Leben kamen. Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls sind im Gange.

„Wir haben keinen Hinweis darauf, dass dies das Ergebnis eines absichtlichen Angriffs war, und wir haben keinen Hinweis darauf, dass Russland offensive militärische Aktionen gegen die NATO vorbereitet“, sagte Stoltenberg bei der Pressekonferenz nach dem Treffen am 16. November.

Er bestätigte die Berichte polnischer Medien, wonach der Zwischenfall der vorläufigen Analyse zufolge wahrscheinlich durch eine ukrainische Luftabwehrrakete verursacht wurde, die zur Zerstörung einer russischen Rakete abgefeuert wurde.

„Ich möchte jedoch klarstellen, dass dies nicht die Schuld der Ukraine ist. Russland trägt die letzte Verantwortung, da es seinen illegalen Krieg gegen die Ukraine fortsetzt“, stellte Stoltenberg klar.

Polen erwog anfänglich, das Verfahren nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrags einzuleiten, der besagt, dass die Verbündeten einander konsultieren, wenn nach Ansicht eines von ihnen die territoriale Unversehrtheit, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit eines von ihnen bedroht ist.

Es scheint jedoch nicht notwendig zu sein, diese Maßnahme anzuwenden, da es keine Anzeichen für einen absichtlichen Angriff auf Polen gab, sagte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki.