Nächtliche EU-Verhandlungen bringen vorerst keine Einigung auf Corona-Hilfen

Die EU-Finanzminister haben sich bisher nicht auf Hilfen für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise einigen können.

Euractiv.de
European finance ministers discuss the approach to the corona crisis
Morgen treffen sich die FinanzministerInnen der EU-Staaten. Im Bild: Das Treffen im April, hier aus der Sicht des niederländischen Finanzministers Wopke Hoekstra. [BART MAAT/EPA]

Die EU-Finanzminister haben sich bisher nicht auf Hilfen für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise einigen können.

Die Gespräche gingen weiter, hieß es am Mittwochmorgen aus EU-Kreisen. „Es gibt bisher keine Vereinbarung“. Die Minister haben seit Dienstagnachmittag in einer Video-Konferenz mit mehreren Unterbrechungen versucht, einen Durchbruch zu erzielen.

Probleme bereitete am Dienstagabend insbesondere die Forderung Italiens, gemeinsame Corona-Bonds in die Abschlusserklärung aufzunehmen. Hinzu kam die Frage, welche Bedingungen an Finanzhilfen des Euro-Rettungsfonds ESM geknüpft werden sollen.

Ob es im Laufe der Nacht hier Fortschritte gab, blieb zunächst unklar. Eurogruppen-Chef Mario Centeno hatte am Dienstag eine zunächst für den Abend geplante Pressekonferenz auf Mittwochvormittag (10.00 Uhr) verschoben.