Nabucco Partner enthüllen Pipeline-Zeitplan [DE]

Der Bau der von der EU finanzierten Nabucco Gaspipeline werde im Jahr 2011 beginnen, erklärt Reinhard Mitschek, Vorsitzender des Unternehmens Nabucco Gas-Pipeline International, der Tageszeitung Dnevnik, dem Partner von Euractiv in Bulgarien. In einem Interview gab er dazu nähere Details.

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Der Bau der von der EU finanzierten Nabucco Gaspipeline werde im Jahr 2011 beginnen, erklärt Reinhard Mitschek, Vorsitzender des Unternehmens Nabucco Gas-Pipeline International, der Tageszeitung Dnevnik, dem Partner von Euractiv in Bulgarien. In einem Interview gab er dazu nähere Details.

Eine internationale Vereinbarung zwischen den teilnehmenden Ländern Österreich, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und der Türkei soll im Juni unterzeichnet werden. Mit der Koordination der Europäischen Kommission werde man sich in Richtung eines Kompromisses bewegen, der im Abkommensentwurf beleuchtet werden wird, dessen finale Version im Mai fertig sein soll, so Mitschek.

Der Geschäftsführer sagte, dass eine detaillierte Implementierung des Projektes losgehen werde, sobald das Abkommen unterzeichnet sei. Die Unterzeichnung des Abkommens werde den Prozess zur Spezifizierung des Verlaufs der Pipeline aufklären und die Vorbereitungen zur Umweltfolgenabschätzung treffen, fügte er hinzu. 
Am Ende des Jahres plant das Nabucco-Konsortium mit der Realisierung der Baumaßnahmen zu beginnen, unter anderem mit Arbeiten für die Rohre und Kompressorstationen. 

Der eigentliche Bau der Gaspipeline werde erst im Jahr 2011 beginnen und im folgenden Jahr würden die Versorger bestimmt werden, sagte Mitschek.

Er erklärte, dass die Gaskrise im Januar, zwischen Russland und der Ukraine, durch deren Versorgungsausfälle eine Reihe von EU Ländern stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, was die Einstellung gegenüber den Teilnehmern des Projektes, das die Abhängigkeit von russischem Gas verringern soll, stark verändert hatte. 

Mitschek sagte auch, dass erhebliche Fortschritte in der Zusammenarbeit mit der Türkei, im Voranschreiten im Nabucco-Prozesses gemacht worden sein. Die Hälfte der Kapazität der Pipeline werde von den Anteilseignern verwendet werden und die andere Hälfte werde an Versorgungsunternehmen veräußert. „Wir haben bereits die Zustimmung der Regulierungsbehörden in Bulgarien, Ungarn, Österreich und Rumänien erhalten“.   

Mitschek wies Zweifel darüber, ob es ausreichend Gas zur Füllung der Pipeline geben werde zurück und sagte, sie werde sich auf mehrere Quellen verlassen, unter anderem Russland. „Gazprom kann einer der Versorger werden“, sagte er und fügte hinzu, dass die Teilnahme des russischen Unternehmens an dem Projekt zurzeit nicht zur Debatte stehe. 

„Langfristig erwarte ich eine Sicherstellung von Versorgungen aus dem Iran, unter anderem Flüssiggasstationen. Möglich sind auch Lieferungen aus dem Irak und Ägypten. Für ihre Realisierung braucht man jedoch politische Stabilität. Aserbaidschan und Turkmenistan könnten auch von dem Projekt profitieren, da dadurch gute Bedingungen für Investitionen in der kaspischen Region geschaffen werden“. 

Auf die Frage nach der Finanzierung des Projektes sagte Mitschek, dass das Nabucco-Konsortium Gespräche mit der EIB, der ERBD und Kreditexportagenturen geführt habe.  

Vor zwei Monaten, bei dem Treffen in Budapest verkündete der Chef der EIB, Phillipe Maystadt, dass die Bank bereit sei, 25 Prozent des Projektes, über zwei Milliarden Euro zu finanzieren. Die Kreditagenturen sind bereit, die Lieferungen und den Bau zu finanzieren“, sagte Mitschek.

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.