Montenegro könnte sich Open-Balkan-Initiative anschließen

Montenegro könnte der Initiative "Offener Balkan" beitreten, da der serbische Präsident, dessen Land zusammen mit Albanien und Nordmazedonien Mitglied ist, den montenegrinischen Premierminister zum "Open Balkan Summit" eingeladen hat.

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Montenegro Prime Minister delivers plan for new goverment
"Montenegro unternimmt alle Anstrengungen, um eine Politik der regionalen Zusammenarbeit, der Versöhnung, der Koexistenz und des besseren wirtschaftlichen Zusammenhalts auf dem Westbalkan zu fördern. Die Beziehungen zu Serbien sind eine Priorität - wir sind zu einer intensiven Zusammenarbeit in allen Bereichen von gemeinsamem Interesse bereit", schrieb Abazović nach dem Treffen auf Twitter. [ [EPA-EFE/BORIS PEJOVIC]]

Montenegro könnte der „Open-Balkan-Initiative“ beitreten, da der serbische Präsident, dessen Land zusammen mit Albanien und Nordmazedonien Mitglied ist, den montenegrinischen Premierminister zum „Open Balkan Summit“ eingeladen hat.

„Eine weitere großartige Gelegenheit, bilaterale Fragen mit Dritan Abazović während des Weltwirtschaftsforums zu besprechen, aber auch, ihn erneut einzuladen, sich uns beim Treffen der ‚Open-Balkan-Initiative‘ in Ohrid anzuschließen“, schrieb der serbische Präsident Aleksandar Vučić auf Instagram.

Die beiden Staatsoberhäupter trafen sich in Davos, Schweiz, auf dem Weltwirtschaftsforum.

„Montenegro unternimmt alle Anstrengungen, um eine Politik der regionalen Zusammenarbeit, der Versöhnung, der Koexistenz und des besseren wirtschaftlichen Zusammenhalts auf dem Westbalkan zu fördern. Die Beziehungen zu Serbien sind eine Priorität – wir sind zu einer intensiven Zusammenarbeit in allen Bereichen von gemeinsamem Interesse bereit“, schrieb der montenegrinische Premierminister Dritan Abazović nach dem Treffen auf Twitter.

Die Initiative „Open Balkan“ (Offener Balkan) wurde im Oktober 2019 von den Staats- und Regierungschefs Serbiens, Albaniens und Nordmazedoniens mit dem Ziel ins Leben gerufen, einen Raum ohne Hindernisse für den Verkehr von Waren, Menschen, Dienstleistungen und Kapital zu schaffen.

Der Kosovo, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina haben sich jedoch bislang geweigert, der Initiative beizutreten. Sie argumentieren, dass die Initiative überflüssig sei, da sie eine blasse Nachahmung des robusteren Berliner Prozesses sei und die Mitglieder der Initiative sowie die Region als Ganzes von der EU entfernen würde.

Abazović scheint jedoch eher als seine Vorgänger bereit zu sein, sich zu einem Beitritt zu der von Albanern und Serben geführten Initiative überreden zu lassen. In einem Interview mit kosovarischen Medien erklärte er Anfang Mai, er stimme der Initiative im Prinzip zu.

Trotz Abazovićs optimistischer Haltung bekräftigte der montenegrinische Präsident Milo Đukanović kürzlich bei einem Treffen mit der kosovarischen Präsidentin Vjosa Osmani seine Ablehnung.

Laut Đukanović wurde Open Balkan in einem „Moment der Depression“ ins Leben gerufen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Rücktritt ankündigte und die EU sich weigerte, die Beitrittsgesuche der Balkanländer zu unterstützen.