Moldawien akzeptiert höhere Preise für russisches Erdgas [DE]

Moldawien akzeptiert die höheren Preise, die Russland für sein Erdgas verlangt. Der vorläufige Kompromiss gilt für die kommenden vier Monate, wonach ein langfristiges Abkommen in Kraft treten soll.

Moldawien akzeptiert die höheren Preise, die Russland für sein Erdgas verlangt. Der vorläufige Kompromiss gilt für die kommenden vier Monate, wonach ein langfristiges Abkommen in Kraft treten soll.

Nachdem eine Einigung gefunden werden konnte, hat Russland seine Gaslieferungen nach Moldawien wieder aufgenommen, zum Preis von 110 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Russland hatte im Dezember eine Verdoppelung des Preises von 80 auf 160 US-Dollar gefordert. Moldawien jedoch lehnte dies ab, woraufhin Moskau am 1. Januar die Lieferungen an die frühere Sowjetrepublik einstellte. 

Trotz des kräftigen Preisanstiegs hat Moldawiens Präsident Vladimir Voronin den Kompromiss als einen „Triumph des Pragmatismus“ bezeichnet. 

Der neue Preis gilt für die ersten vier Monate des Jahres. Danach soll ein langfristiges Abkommen in Kraft treten, das von Russland und Moldawien derzeit ausgehandelt wird. Unter anderem ist vorgesehen, dass der Anteil des russischen Gasriesens Gazprom an Moldovagaz (derzeit 51 %) um 13,4 % erhöht werden darf. 

Die EU will die Entwicklungen verfolgen, aber keinen Einfluss auf die Verhandlungen nehmen.