Mit Irisch bekommt die EU eine 21. Amtssprache [DE]
Die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die irische Sprache 2007 zu einer EU-Amtsprache zu machen. Die schätzungsweise 3,5 Millionen Euro pro Jahr, die die Einführung von Irisch kosten wird, sollen von der EU bezahlt werden.
Die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die irische Sprache 2007 zu einer EU-Amtsprache zu machen. Die schätzungsweise 3,5 Millionen Euro pro Jahr, die die Einführung von Irisch kosten wird, sollen von der EU bezahlt werden.
Irisch (eine der insgesamt drei gälischen Sprachen) wird nach einer Einigung im COREPER vom 13. Juni (Ausschuss der ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten bei der EU) ab dem 1. Januar 2007 eine Amtssprache der EU sein.
Die Kosten, welche von der EU getragen werden, werden sich auf schätzungsweise 3,5 Millionen Euro belaufen. Durch die Einführung der irischen Sprache werden voraussichtlich 29 neue Stellen im Bereich Übersetzung, Korrektur und Erstellung von Publikationen geschaffen werden. Außerdem werden die EU-Institutionen Freelance-Dolmetscher für Irisch benötigen, deren Arbeitszeit sich zusammengerechnet auf etwa 450 Tage pro Jahr belaufen wird.
Irisch wird jedoch nicht den gleichen Status wie andere EU-Amtssprachen erhalten. In der Einigung heißt es, dass die Institutionen der Union aus praktischen Gründen nicht dazu verpflichtet sind, sämtliche Rechtsakte, einschließlich der Urteile des Europäischen Gerichtshofs, in die irische Sprache zu übersetzen.
Bei der im Jahr 2002 durchgeführten Volkszählung in Irland gaben laut BBC 1,4 Millionen Bürger an, Irisch sprechen zu können.
Es wird ebenfalls erwägt, einen Sonderstatus für andere Amtssprachen der EU (wie beispielsweise Katalanisch, Baskisch und Galizisch) einzuführen. In dem Fall werden die betroffenen Mitgliedstaaten allerdings voraussichtlich selber die Rechnung zahlen müssen.