Minister betonen soziale Bedeutung des Sports [DE]

Die für Sport zuständigen EU-Minister haben die pädagogische und soziale Rolle des Sports betont und sind sich einig, dass Sport häufiger als Möglichkeit benutzt werden sollte, um den interkulturellen Dialog zu fördern. 

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Die für Sport zuständigen EU-Minister haben die pädagogische und soziale Rolle des Sports betont und sind sich einig, dass Sport häufiger als Möglichkeit benutzt werden sollte, um den interkulturellen Dialog zu fördern. 

Die gemeinsame Erklärung zu „Sozialer Bedeutung und Dialog im Sport“ („Social Significance and Dialogue in Sport“), die am 17. März 2008 angenommen wurde, fordert einen strukturierteren Dialog zwischen Regierung und Bevölkerung sowie eine verstärkte Zusammenarbeit aller Stakeholder bei der Entwicklung einer EU-Sportpolitik. 

Ein verbesserter Dialog mit den Sportbehörden sei dringend notwendig, da Sport ein so facettenreiches Gebiet sei und viele positive Auswirkungen habe, so der slowenische Minister für Sport und Bildung, Milan Zver. Die Erklärung stellt besonders die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität als eine Möglichkeit heraus, um Gesundheit, Entwicklung, Frieden zu fördern und das soziale Umfeld zu verbessern. Zudem wird die soziale Bedeutung von Sportvereinen betont, die Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe zusammenbringen.

Der für Sport zuständige Kommissar Jan Figel’ hat bereits die Einführung eines breit angelegten Dialogs zwischen Stakeholder auf dem Gebiet des Sports gefordert, dessen Basis das im Juli 2007 angenommene Weißbuch Sport sein solle. Es sei noch eine Menge zu tun, sagte Figel’.

Die Erklärung, die während des allerersten gemeinsamen Treffens der Sportminister und Präsidenten der Nationalen Olympischen Komitees (NOKs) aller 27 Mitgliedstaaten angenommen wurde, legt den Grundstein für eine gemeinsame EU-Politik im Bereich des Sports.

Gemeinsam mit dem Weißbuch Sport der Kommission leitet die Erklärung den vorbereitenden Prozess zur Bestimmung von Prioritäten hinsichtlich der EU-Maßnahmen im Bereich Sport und zur Entwicklung eines EU-Sportprogramms ein. Letztere könnten eingeführt werden, sobald der Lissabon-Vertrag im Januar 2009 in Kraft tritt und damit eine EU-Kompetenz für den Bereich Sport schafft.

Während sie die positive soziale Rolle und die Notwendigkeit der Verbreitung des Sports als ein zentrales  Thema der EU-Politik betont, erkennt die Erklärung der Minister, dass die „Sportorganisationen den Auftrag (haben), ihre sportliche Disziplin zu organisieren und zu fördern“. Zudem sollte der Dialog der EU-Sportminister, der europäischen Kommission und der NOK-Präsidenten die Bedeutung der Prinzipien Autonomie und Spezifität des Sports angehen und berücksichtigen.