Meloni sei Trumps „natürliche Gesprächspartnerin“ in Europa

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, gelte als „natürliche Gesprächspartnerin“ des wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump in Europa, erklärte Parteikollege und EKR-Generalsekretär Antonio Giordano. Sie könne sogar seine Migrationspolitik beeinflussen.

EURACTIV.it
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Vor Jahren nahm Meloni (Bild) regelmäßig an politischen Veranstaltungen in den USA teil, bei denen auch Trump sprach und lobte ihn als Inspiration für die italienische Politik. [Antonio Masiello/Getty Images]

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, gelte als „natürliche Gesprächspartnerin“ des wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump in Europa, erklärte Parteikollege und EKR-Generalsekretär Antonio Giordano. Sie könne sogar seine Migrationspolitik beeinflussen.

Meloni gilt als Trumps „natürliche Gesprächspartnerin“ in Europa, so Antonio Giordano, Parteimitglied von Melonis Fratelli d’Italia (FdI/EKR) und Generalsekretär der rechtskonservativen Europäischen Konservative & Reformer (EKR) bereits im August. Nach dem Sieg Trumps bekräftigte er sie erneut und erklärt seine zwei Hauptgründe für diese Ansicht.

Meloni sei jemand, die mit Argumenten zu überzeugen ist und Menschen durch Dialog und Verständnis von ihrem Standpunkt überzeugen kann. Außerdem macht ihr Status sie zur „stabilsten Führungspersönlichkeit in Europa“, wie die Ergebnisse der EU-Wahlen im Juni zeigen, erklärte Giordano. 

Vor Jahren nahm Meloni regelmäßig an politischen Veranstaltungen in den USA teil, bei denen auch Trump sprach und lobte ihn als Inspiration für die italienische Politik. Zu Parteikonferenzen der Fratelli d’Italia im Jahr 2018  lud sie Trumps ehemaligen strategischen Berater Steve Bannon als Sprecher ein.

Seit Meloni jedoch Ministerpräsidentin ist, hat sie laut Analysten eine moderatere und pro-europäische Haltung eingenommen, was einige amerikanische Republikaner frustrieren könnte.

Giordano, der diesen Sommer als Vertreter von Fratelli d’Italia am Parteitag der Republikaner teilnahm, glaubt, dass Trump aufgrund ihrer Handlungen „keine Zweifel“ an Melonis Position haben wird.

Die Migrationspolitik sei ein weiterer wichtiger Punkt.

„Wenn man mich fragt, ob Trump die Migrationspolitik der Regierung beeinflussen wird, glaube ich, dass es genau das Gegenteil sein wird“, erklärte Giordano.

Der neue US-Präsident könne sich sogar vom Ansatz des italienischen Mattei-Plans inspirieren lassen, der darauf abzielt, das Wachstum in Grenzregionen anzukurbeln, fügte Giordano hinzu. Der Mattei-Plan konzentriert sich auf neben der Migration auch auf Energiekooperation, wirtschaftliche Entwicklung und geopolitischen Wettbewerb.  Ziel ist es, die Rolle Italiens durch einen partnerschaftlichen Ansatz in Afrika zu stärken.

Auch die Idee von ausgelagerten Bearbeitungszentren für Migranten könne Trump in Betracht ziehen, da diese ein effizienteres System bieten würden als die Abwicklung der Asylanträge innerhalb der eigenen Landesgrenzen.

Zusätzlich zu ihrer langjährigen Beziehung zu Trumps republikanischen Kreisen hat Meloni kürzlich auch ihre Verbindungen zu Elon Musk gestärkt. Trump hat ihn nun als Leiter der „drastischen Reformen“ der US-Regierung ausgewählt.

„In seiner Einführungsrede bezeichnet Trump Elon Musk als Genie. Musk spricht eine klare Sprache und gleichzeitig hat Musk ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Meloni. Es ist eine Momentaufnahme, ein Bild, richtig? Was als Nächstes passiert, bleibt abzuwarten, aber es ist sicherlich eine großartige Momentaufnahme“, sagte Giordano.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]