Mehr Geld und Unabhängigkeit für französische Universitäten [DE]
Die neue französische Ministerin für Forschung und Hochschulwesen, Valérie Pécresse, hat den französischen Universitäten mehr Autonomie und eine Steigerung ihres Budgets um 50% versprochen. Dies soll im Rahmen von Reformen geschehen, die den Kommissionsempfehlungen von 2006 folgen.
Die neue französische Ministerin für Forschung und Hochschulwesen, Valérie Pécresse, hat den französischen Universitäten mehr Autonomie und eine Steigerung ihres Budgets um 50% versprochen. Dies soll im Rahmen von Reformen geschehen, die den Kommissionsempfehlungen von 2006 folgen.
Ein neues Gesetz für Hochschulbildung, das im Juli 2007 in Frankreich eingeführt werden soll, wird den Universitäten des Landes mehr Autonomie zugestehen. Das Gesetz wurde am 24. Mai 2007 von der neuen Ministerin für Forschung und Hochschulwesen, Valérie Pécresse, angekündigt. Einzelheiten der Reform werden derzeit in Beratungsgesprächen mit dem Hochschulsektor entwickelt.
Das Gesetz soll Maßnahmen zur Verbesserung der folgenden Bereiche enthalten: die Lebensbedingungen der Studenten wie Wohnen und Gesundheit, die Karrieren des Hochschulpersonals, die Hochschuleinrichtung sowie der Status und die Karriereentwicklung junger Forscher.
Pécresse sagte, das Gesetz stelle den ersten Baustein einer neuen Universität dar, die man gemeinsam ‘bauen’ müsse. Sie fügte hinzu, die Hochschulreform werde von einer Erhöhung des Budgets um 50% über die kommenden fünf Jahre begleitet sein.
Die französische Syndicat National des Chercheurs Scientifiques (SNCS) begrüßte die Ankündigung, ist jedoch der Meinung, dass die tatsächliche Umsetzung der geplanten Maßnahmen eine dreimal so hohe Finanzierung benötige als bisher vorgesehen.
Die Kommission hat im Mai 2006 eine Mitteilung über die Modernisierung der europäischen Universitäten angenommen, und fordert die Mitgliedstaaten auf, die Autonomie und Verantwortlichkeit der Universitäten zu stärken.