Massiver Cyberangriff auf Albanien wohl staatlichem Akteur zuzurechnen
Die Cyberattacke, die seit letztem Freitag die Webseiten der Regierung lahmgelegt hat, wurde von einem anderen Land koordiniert, aber laut Premierminister Edi Rama wurde kein Lösegeld gezahlt.
Die Cyberattacke, die seit letztem Freitag die Webseiten der Regierung lahmgelegt hat, wurde von einem anderen Land koordiniert, aber laut Premierminister Edi Rama wurde kein Lösegeld gezahlt.
Am Sonntag (17. Juli) war die albanische Nationale Agentur für die Informationsgesellschaft gezwungen, öffentliche Online-Dienste und Regierungswebseiten aufgrund eines ausgeklügelten und synchronisierten Cyberangriffs abzuschalten.
„Dieser Angriff wurde weder von gewöhnlichen Hackern noch von Gruppen aus dem Dark Web durchgeführt… Diese Aggression wurde von einem anderen Staat organisiert. Wir haben noch nicht alle Beweise, um zu bestimmen, welches der beiden Länder, die wir stark verdächtigen, [den Angriff] angeordnet hat. Dies ist der heikelste Teil der Ermittlungen“, erklärte er den Medien auf einer Pressekonferenz.
Der Premierminister beschuldigte auch albanische Medien und Portale, Desinformationen über den Angriff zu verbreiten, und wies Behauptungen zurück, wonach die Hacker 30 Millionen Euro von der albanischen Regierung gefordert hätten.
Die albanische Regierung hat bei mehreren Gelegenheiten bestätigt, dass alle Informationssysteme gesichert und sicher sind, und die meisten sind jetzt wieder online.
Dies gilt jedoch nicht für Albaner, die versuchen, Online-Dienste aus dem Ausland zu nutzen – diese werden zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt.
Von der Abschaltung betroffen waren die Websites des Parlaments und des Büros des Premierministers sowie e-Albania – das Regierungsportal, das alle Albaner sowie ausländische Einwohner und Investoren nutzen müssen, um eine Reihe von öffentlichen Diensten in Anspruch nehmen zu können.
Das Bildungsministerium musste die Online-Anmeldung für Schulkinder aussetzen, während das Außenministerium gezwungen war, alle Online-Dienste in seinen Auslandskonsulaten einzustellen.
Seit dem 1. Mai hat e-Albania die Rolle vieler institutioneller Schalterdienste im ganzen Land übernommen. Angelegenheiten wie Aufenthaltsgenehmigungen, Steuern und geschäftliche Aktivitäten können nun theoretisch über das Portal abgewickelt werden.