Macron warnt Iran vor weiterer Unterstützung Russlands
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Iran während eines 90-minütigen Telefonats mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raïssi am Samstag aufgefordert, Russland nicht länger bei der Invasion der Ukraine zu unterstützen, indem es keine Drohnen mehr schickt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Iran während eines 90-minütigen Telefonats mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raïssi am Samstag aufgefordert, Russland nicht länger bei der Invasion der Ukraine zu unterstützen, indem es keine Drohnen mehr schickt.
Macron „warnte vor den schwerwiegenden sicherheitspolitischen und humanitären Folgen der iranischen Drohnenlieferungen an Russland und forderte Teheran auf, die Unterstützung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unverzüglich einzustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Élysée-Palasts.
Macron und Raïssi „besprachen, wie die Beziehungen gefördert werden können, insbesondere die laufenden (Atom-)Verhandlungen und die regionalen Entwicklungen“, wie AFP aus iranischen Beamtenkreisen erfuhr.
In Bezug auf die Nuklearfrage äußerte Macron „seine Besorgnis über die aktuelle Entwicklung des iranischen Atomprogramms. Er bekräftigte die Entschlossenheit Frankreichs und seiner europäischen Partner, eine diplomatische Lösung für dieses Problem zu finden“, so der Elysée.
Macron betonte auch, „wie wichtig es ist, dass Teheran konkrete und überprüfbare Deeskalationsmaßnahmen ergreift und seine internationalen Verpflichtungen sowie die Zusagen, die es am 4. März gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde gemacht hat, vollständig und unverzüglich umsetzt“.
Das Weiße Haus warnte am Freitag, dass Russland „vom Iran Ausrüstung für den Bau einer Drohnenfabrik“ auf iranischem Boden erhalte und dass diese Anlage „Anfang nächsten Jahres voll einsatzfähig sein könnte.“
Der französische Präsident dankte seinem iranischen Amtskollegen zwar für die Freilassung zweier französischer Geiseln am 12. Mai. Er forderte jedoch die Freilassung von vier weiteren französischen Staatsbürgern, die noch im Iran festgehalten werden.
Schließlich erörterten Macron und Raïssi die Lage in der Region. Der französische Präsident bekräftigte „Frankreichs ständiges Engagement für Stabilität und Sicherheit“ und die „dringende Notwendigkeit, die regionale Zusammenarbeit zu stärken, um die gemeinsamen Herausforderungen zu bewältigen.“