Macron präsentiert Wahlprogramm der Souveranität
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der kürzlich seine Kandidatur für seine Wiederwahl bestätigt hat, hat sein Wahlprogramm vorgestellt, mit dem er "eine unabhängige Nation in einem stärkeren Europa" schaffen will.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der kürzlich seine Kandidatur für seine Wiederwahl bestätigt hat, hat sein Wahlprogramm vorgestellt, mit dem er „eine unabhängige Nation in einem stärkeren Europa“ schaffen will.
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (17. März) stellte Macron seine Vision für Frankreich vor, die von „Vertrauen in den Fortschritt“ und „Humanismus“ geprägt sein soll.
Erstens will Macron die Unabhängigkeit des Landes durch die Stärkung der „Verteidigungsfähigkeit Frankreichs“ fördern, indem er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene in die Streitkräfte investiert, den Wehrdienst generell einführt und die Zahl der Reservisten verdoppelt.
Auch die Landwirtschaft soll Teil dieser Strategie sein, und der Präsident schlägt „Maßnahmen zur Erneuerung der Bauerngenerationen“ vor.
Macron will auch die Diskussionen über die EU-„Farm-to-Fork“-Initiative wieder aufnehmen, da „tiefgreifende Lebensmittelkrisen“ zu erwarten sind – insbesondere außerhalb von Europa – und diese bewältigt werden müssen.
Um die Produktion auf französischem Boden zu erleichtern und den Betrieben beizustehen, werden im Falle einer Wiederwahl Macrons weitere Steuersenkungen in Kraft treten. Dazu kommen 30 Milliarden Euro Investitionen in Zukunftsbereiche wie Mini-Raumfahrt, Halbleiter, Biomedizin und den Cloud-Bereich.
Macron versprach außerdem massive Investitionen in erneuerbare Energien und Atomkraft, zusammen mit einer schrittweisen Reduzierung des Energieverbrauchs, um Frankreichs Abhängigkeit von Gas, Kohle und Öl zu beseitigen, sowie die thermische Sanierung von 700.000 Wohnungen pro Jahr.
Überdies kündigte er an, über einen Zeitraum von zehn Jahren 25 Milliarden Euro in die Forschung zu investieren, den Universitäten mehr Autonomie zu gewähren und eine Million Menschen in den Sektoren der Zukunft auszubilden.
Diese Projekte werden zum Teil durch eine Reform der Arbeitslosenversicherung und des Rentensystems finanziert. Das gesetzliche Renteneintrittsalter soll dabei auf ganze 65 Jahre angehoben werden.