Russland-Sanktionen: Litauen verschärft Export-Kontrollen

Die litauische Zollbehörde verstärkt ab November die Kontrollen bei der Einfuhr sanktionierter Waren durch Litauen nach Russland und Belarus. Hauptaugenmerk wird die korrekte Klassifizierung der zu exportierenden Waren sein.

European Pravda mit EURACTIV
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Wie LRT berichtet, können die verstärkten Kontrollmaßnahmen laut den litauischen Zollbehörden zu längeren Verfahren an der Grenze führen. [<a href="https://www.shutterstock.com/de/g/alexeynovikov" target="_blank" rel="noopener">shutterstock/Aleksey Novikov</a>]

Die litauische Zollbehörde verstärkt ab November die Kontrollen bei der Einfuhr sanktionierter Waren durch Litauen nach Russland und Belarus. Hauptaugenmerk wird die korrekte Klassifizierung der zu exportierenden Waren sein.

Wie LRT berichtete, können die verstärkten Kontrollmaßnahmen laut den litauischen Zollbehörden zu längeren Wartezeiten an der Grenze führen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Klassifizierung der ausgeführten Waren gelegt. Es habe Fälle gegeben, in denen exportierte Waren unter nicht gekennzeichneten Warenpositionen klassifiziert worden seien, um Sanktionen zu vermeiden, so der litausiche Zoll.

„In der Hoffnung auf Verständnis teilen wir den Vertretern der Wirtschaft mit, dass sich durch die Verschärfung der Kontrolle über die ausgeführten Waren die Fristen für die Zollabfertigung der Ausfuhrverfahren verlängern können“, so die Behörde.

Die litauische Zollbehörde schlägt außerdem vor, die angemeldeten Waren so detailliert wie möglich zu beschreiben. So können die Merkmale, die sich auf die Einstufung der Waren auswirken, anhand der Beschreibung identifiziert werden.

Letzte Woche berichtete der tschechische Sicherheitsinformationsdienst von Versuchen, das Embargo für den Export von Waren nach Russland zu verletzen.

Die Europäischen Union billigte am 23. Juni das 11. Paket wirtschaftlicher Sanktionen gegen Russland, das in erster Linie der Verschärfung der zuvor verhängten Beschränkungen und der Bekämpfung der Umgehung von Sanktionen dient.

Zuvor war berichtet worden, dass fast alle sanktionierten Waren im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar weiterhin in die Russische Föderation gelangen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Euractivs Medienpartner European Pravda.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]