Letzte slowakische Kohleminen werden 2023 geschlossen

Die Braunkohleförderung in der slowakischen Region Obernitra steht vor dem Aus, da die letzten beiden Kohlegruben bis Ende 2023 geschlossen werden, nachdem die Regierung die Subventionen für den heimischen Bergbau einstellen will.

EURACTIV.sk
An,Abandoned,Mine,Flooded,In,Banska,Stiavnica,,Slovakia
Die Minen gehören der Bergbaugesellschaft Hornonitrianske bane a.s., die theoretisch auch ohne die Subventionen weiterarbeiten könnte, da der Abbau selbst nicht verboten ist, was das Unternehmen jedoch ausschloss. [Shutterstock/Anna Arinova]

Die Braunkohleförderung in der slowakischen Region Obernitra steht vor dem Aus. Die letzten beiden Kohlegruben werden bis Ende 2023 geschlossen, nachdem die Regierung die Subventionen für den heimischen Bergbau einstellen will.

Eigentlich hätten die Subventionen 2030 auslaufen sollen, aber 2018 entschied sich die Regierung für das Jahr 2023 als Enddatum. Laut der Sprecherin Adriana Siváková von der Betreibergesellschaft der Minen sind in dem Gebiet noch genügend Reserven für mehrere Jahrzehnte vorhanden.

Die Minen gehören der Bergbaugesellschaft Hornonitrianske bane a.s., die theoretisch auch ohne die Subventionen weiterarbeiten könnte, da der Abbau selbst nicht verboten ist, was das Unternehmen jedoch ausschloss.

Das Ende des Kohlebergbaus wird enorme Folgen für die Beschäftigten und die Region haben. Im Jahr 2018 arbeiteten rund 4.000 Menschen in den Bergwerken. „Am 1. Dezember 2022 haben wir weniger als die Hälfte, nämlich 1.903 Beschäftigte, von denen 1.068 Bergleute sind“, teilte Siváková mit.

Die meisten von ihnen werden bis Ende des Jahres oder Anfang 2024 ihren Arbeitsplatz verlieren. Das Unternehmen wird nur einige Dutzend Mitarbeiter:innen für weitere Prozesse im Zusammenhang mit der Abwicklung des Bergbaus und der Revitalisierung des Gebiets weiter beschäftigen.

Hornonitrianske bane hat mit Unterstützung der Regierung bereits Umschulungsprogramme durchgeführt, die den Mitarbeiter:innen helfen sollen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Bis Ende des Jahres wird auch das Kohlekraftwerk Nováky geschlossen. Das Kraftwerk Nováky war die wichtigste Wärmequelle für die Einwohner:innen von Obernitra.

Ab dem nächsten Jahr wird die Wärme hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen gewonnen – einer Kombination aus Biomasse und Sonnenkollektoren.