Lauterbach: Mindestens 400.000 Infektionen am Tag erwartet

Die 400.000 Neuinfektionen würden bei einer sehr guten Booster-Schutzwirkung erreicht. Eine pessimistische Variante sieht noch deutlich höhere Zahlen vor, schreibt der Tagesspiegel, Medienpartner von EURACTIV.

Der Tagesspiegel
Weekly press conference of German health minister
Die Infektioneszahlen werden bestenfalls demnächst 400.000 erreichen, soll Gesundheitsminister Karl Lauterbach gesagt haben. EPA-EFE/CLEMENS BILAN

Die 400.000 Neuinfektionen würden bei einer sehr guten Booster-Schutzwirkung erreicht. Eine pessimistische Variante sieht noch deutlich höhere Zahlen vor, schreibt der Tagesspiegel, Medienpartner von EURACTIV.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet Mitte Februar mit mindestens 400.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag. Das sagte der SPD-Politiker nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in einer Schalte mit den Staatskanzleichefs von Bund und Ländern.

Die Zahl 400.000 werde bei einer optimistischen Variante mit einer sehr guten Booster-Schutzwirkung erreicht, erklärte Lauterbach nach Angaben aus Verhandlungskreisen.

In der pessimistischeren Variante mit einem schlechten Schutz durch die Auffrischungsimpfungen sei sogar mit täglichen Neuinfektionen bei mehr als 600.000 Personen zu rechnen. Lauterbach rechne auch mit einem erneuten starken Anstieg der Zahl der Corona-Intensivpatienten, die zuletzt gefallen war.

Auch das Nachrichtenportal „The Pioneer“ berichtet über die Lauterbach-Äußerungen mit der Zahl 400.000.

Kommenden Montag trifft sich wieder die Spitzenrunde aus Bund und Ländern, um über Konsequenzen aus dem massiven Anstieg der Fallzahlen zu beraten, die durch die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Virus-Variante hochschnellen. Bisher hat die Ampel-Regierung keine weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geplant.

Währenddessen stockt die Impfpflicht-Debatte und alle Augen richten sich auf den kommenden Austausch im Bundestag am Mittwoch (26. Januar).

Nachrichten aus dem Bundestag hatten auch bereits am Donnerstag (20. Janua) zu einem kleinen Eklat geführt als der SPD-Fraktionschef Ralf Mützenich kommunizierte, dass eine Impfpflicht ab „einer bestimmten Altersgrenze“ diskutiert werden würde.

Nachdem bereits Italien die Impfpflicht ab 50 eingeführt hat, musste die SPD Mützenichs Aussage zeitnah revidieren und neu einordnen.