Kyjiw und Kopenhagen wollen Städtepartnerschaft aufbauen
Der Bürgermeister von Kyjiw, Vitalii Klitschko, und die Bürgermeisterin von Kopenhagen, Sophie Hæstorp Andersen, haben Gespräche über eine Städtepartnerschaft begonnen, mit der die Zusammenarbeit verstärkt werden soll.
Der Bürgermeister von Kyjiw, Vitalii Klitschko, und die Bürgermeisterin von Kopenhagen, Sophie Hæstorp Andersen, haben Gespräche über eine Städtepartnerschaft begonnen, mit der die Zusammenarbeit verstärkt werden soll.
Auf der Grundlage eines Vorschlags aus Kyjiw hat das Wirtschaftsreferat der Stadt Kopenhagen einen Entwurf für eine Partnerschaftsvereinbarung mit der ukrainischen Hauptstadt ausgearbeitet.
Dass Kopenhagen eine solche Partnerschaft eingeht, ist eine Seltenheit: Bisher gibt es ein ähnliches Abkommen nur mit Peking.
„Kopenhagen steht mit den Ukrainern und Kyjiw zusammen. Wir haben im Laufe des Jahres mehrere Tausend Ukrainer willkommen geheißen und tun alles, was wir können, um ihnen in dieser schwierigen Zeit zu helfen“, sagte die Kopenhagener Bürgermeisterin Sophie Hæstorp Andersen.
„Ich hoffe, dass wir noch mehr für ihr vom Krieg zerrissenes Heimatland tun können, indem wir beim Wiederaufbau von Kyjiw helfen. Auf diese Weise können wir von einer Hauptstadt zur anderen helfen und unsere Völker noch näher zusammenbringen“, fügte sie hinzu.
Einer Pressemitteilung zufolge prüft die Stadt Kopenhagen die Möglichkeit, Mitarbeiter:innen nach Kyjiw zu entsenden, um durch Know-how und Beratung bei der Stadtentwicklung und -planung beim Wiederaufbau zu helfen. Der konkrete Bedarf werde im weiteren Verlauf mit Kyjiw besprochen.
Damit das Abkommen in die Tat umgesetzt werden kann, muss es von Kyjiw formell genehmigt und vom Kopenhagener Stadtrat gebilligt werden. Es soll zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren gelten.
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine und die Lage im Land haben in Kopenhagen, wo verhältnismäßig viele Ukrainer:innen leben, deutliche Spuren hinterlassen.
Die Stadtverwaltung hilft nicht nur bei der Unterbringung und der Integration in die dänische Gesellschaft, sondern bietet auch Kindertagesstätten und Schulen für ukrainische Kinder an und hilft Ukrainer:innen bei der Arbeitssuche.