Kroatien will Häfen für ukrainische Getreideexporte zur Verfügung stellen

Die Ukraine und Kroatien haben sich während eines Besuchs des kroatischen Außenministers Gordan Grlić-Radman in Kyjiw auf Maßnahmen für den Export von ukrainischem Getreide über kroatische Häfen geeinigt.

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Nach Angaben des Pressedienstes des ukrainischen Außenministeriums führten beiden Außenminister Gespräche über Militärhilfe, Getreideexport und die Umsetzung der ukrainischen „Friedensformel.“ [Shutterstock/Glebzter]

Die Ukraine und Kroatien haben sich während eines Besuchs des kroatischen Außenministers Gordan Grlić-Radman in Kyjiw auf Maßnahmen für den Export von ukrainischem Getreide über kroatische Häfen geeinigt.

Nach Angaben des Pressedienstes des ukrainischen Außenministeriums führten beiden Außenminister Gespräche über Militärhilfe, Getreideexport und die Umsetzung der ukrainischen „Friedensformel.“

„Wir haben uns darauf geeinigt, kroatische Häfen an der Donau und der Adria für den Transport von ukrainischem Getreide zu nutzen. Wir werden nun daran arbeiten, die effizientesten Routen zu diesen Häfen einzurichten und das Beste aus dieser Gelegenheit zu machen“, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Montag gegenüber der Presse.

„Jeder Beitrag zur Erschließung von Exporten, jede offene Tür, ist ein echter und effektiver Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit. Ich danke Ihnen, Kroatien, für Ihre konstruktive Unterstützung“, fügte er hinzu.

Der Leiter des ukrainischen Außenministeriums dankte auch der kroatischen Regierung und Premierminister Andrej Plenković persönlich für die Unterstützung der Ukraine auf ihrem Weg in die EU und die NATO.

Er begrüßte zudem die jüngste Entscheidung des kroatischen Parlaments, den Holodomor von 1932 bis 1933 als Völkermord an der ukrainischen Bevölkerung anzuerkennen.

Der ukrainische Getreideexport über Häfen war zuvor auch mit Griechenland und Bulgarien thematisiert worden.

Am 17. Juli hatte Russland seine Teilnahme am Schwarzmeer-Getreideabkommen aufgekündigt, das zuvor den Export von Getreide über die ukrainischen Seehäfen ermöglicht hatte. Darüber hinaus begann Moskau mit groß angelegten Angriffen auf die Hafeninfrastruktur von Odessa sowie die Donauhäfen des Landes.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner European Pravda.