Kroatien deckelt Energie- und Lebensmittelpreise
Die kroatische Regierung hat am Donnerstag ein Krisenpaket für Bürger:innen und Unternehmen vorgestellt, das unter anderem eine Obergrenze für die Preise von Grundnahrungsmitteln und Energie vorsieht.
Die kroatische Regierung hat am Donnerstag ein Krisenpaket für Bürger:innen und Unternehmen vorgestellt, das unter anderem eine Obergrenze für die Preise von Grundnahrungsmitteln und Energie vorsieht.
Bei der Vorstellung des Plans im Wert von 21 Milliarden Kuna (2,8 Milliarden Euro) sagte Premierminister Andrej Plenković: „Wir gehen mit einer starken Intervention voran, mit dem Ziel, die Bürger:innen, die Wirtschaft und die Gesellschaft zu schützen.“
„Wir verteilen gerecht, was wir zur Verfügung haben“, sagte er, wie die Zeitung Jutarnji List berichtete.
Nach dem Plan, der nun zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März gelten wird, zahlen die Haushalte 59 Euro pro Megawattstunde beziehungsweise 88 Euro, wenn ihr Verbrauch 2.500 Kilowatt übersteigt.
Schulen, Kindergärten, Universitäten, Altenheime, Nichtregierungsorganisationen und Verwaltungsgebäude zahlen einen Pauschalpreis von 62 Euro pro Megawattstunde.
Die Regierung hat auch die Preise für Grundnahrungsmittel wie Sonnenblumenöl, Mehl, Zucker, Milch, Hühner- und Schweinefleisch gedeckelt – sie alle liegen jetzt unter den aktuellen Supermarktpreisen.
„Was die Unternehmen betrifft, so haben wir uns seit Beginn der russischen Aggression für EU-Maßnahmen zur Deckelung des Gaspreises eingesetzt. Ohne diese Maßnahmen ist es nicht realistisch, dass wir aus eigener Kraft eine Lösung finden können. Wir werden eine gemeinsame Regelung unterstützen, wie Bürger:innen und Unternehmen die Preiserhöhungen verkraften können“, sagte Plenković.