Krise trifft US-Arbeitsmarkt härter

Die USA haben die EU bei der Arbeitslosenquote überholt, meldet Eurostat. Männer sind prinzipiell eher vom Jobverlust betroffen als Frauen.

Ein Arbeiter auf einem Baugerüst in Berlin. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich im europäischen Vergleich stabil. Foto: dpa.
Deutschland ist laut Analyse von EY das einzige Land in der Eurozone, in dem die Arbeitslosigkeit heute "substanziell" niedriger ist als im Jahr vor der Finanzkrise 2007. [Foto: Archiv]

Die USA haben die EU bei der Arbeitslosenquote überholt, meldet Eurostat. Männer sind prinzipiell eher vom Jobverlust betroffen als Frauen.

Im ersten Quartal 2010 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der EU bei 9,6 Prozent und damit knapp unter der Quote in den USA, die 9,7 Prozent betrug. Die Daten sind Teil einer Untersuchung zum Einfluss der Wirtschaftkrise auf die Arbeitslosigkeit.

Die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt stellte sich vor der Krise noch erheblich besser dar als in Europa.

Männer sind stärker betroffen

Wie auch in der EU stieg in den USA die Arbeitslosenquote für Männer während der Krise schneller an als für Frauen. In der EU beträgt die Arbeitslosenquote bei Männern derzeit 9,8 Prozent, bei Frauen 9, 3 Prozent, in den USA liegt sie bei 10,7 Prozent bzw. 8,5 Prozent.

In der EU und den USA stieg die Arbeitslosenquote in Prozentpunkten gemessen am stärksten bei Menschen mit dem niedrigsten Bildungsniveau.

Sowohl in der EU als auch in den USA stieg die Langzeitarbeitslosigkeit stärker an als die Kurzzeitarbeitslosigkeit.

Deutschland liegt mit derzeit mit einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Am schlimmsten betroffen sind derzeit Lettland (21,6 Prozent) und Spanien (19 Prozent).

awr

Link

Eurostat: Arbeitslosigkeit in der EU und den USA (11. Mai 2010)