Kosovo will NATO-Unterstützung an der serbischen Grenze
Die zusätzlich in den Kosovo entsandten Soldaten der NATO-Truppe KFOR sollten "vorrangig für die Sicherheit der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien eingesetzt werden", forderte der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti bei einem Treffen mit dem Befehlshaber der NATO-Friedensmission.
Die zusätzlich in den Kosovo entsandten Soldaten der NATO-Truppe KFOR sollten „vorrangig für die Sicherheit der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien eingesetzt werden“, forderte der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti bei einem Treffen mit dem Befehlshaber der NATO-Friedensmission im Kosovo, Özkan Ulutaş.
Die Gespräche zwischen Kurti und Ulutaş drehten sich um die Sicherheitslage im Kosovo, nach dem Angriff auf Polizisten im Norden des Landes am 24. September, bei dem der Polizist Afrim Bunjaku getötet wurde.
Kurti betonte das große Interesse des Kosovo an einer verstärkten Zusammenarbeit mit der KFOR, die nach Beendigung des Kosovokrieges aufgestellte Friedenstruppe der NATO.
„Der Premierminister begrüßte die Aufstockung der KFOR-Truppen als Reaktion auf den Terroranschlag Serbiens im Kosovo. Er betonte, dass sich diese verstärkte Präsenz auf die Sicherung der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien konzentrieren sollte, von der die serbischen Waffen ausgehen, die eine Bedrohung für das Kosovo darstellen. Zur Gewährleistung der Grenzsicherheit gehört auch die Verhinderung illegaler Grenzübertritte, was die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Polizei des Kosovo unterstreicht“, heißt es in einer offiziellen Erklärung.
Nach dem Anschlag beschlagnahmten die Behörden im serbisch geprägten Norden des Kosovo eine beträchtliche Menge an Waffen. Während der Kosovo Serbien für den Anschlag verantwortlich machte, bestritt Belgrad jegliche Beteiligung.
Milan Radojičić, ehemaliger stellvertretende Vorsitzende der Serbischen Liste – der wichtigsten politischen Partei, die die Serben im Kosovo vertritt und von Belgrad offiziell unterstützt wird -, bekannte sich jedoch zu dem Anschlag.
Als Reaktion auf den Anschlag verstärkte die NATO ihre Präsenz im Kosovo und entsandte zusätzliche Truppen. Sowohl die USA als auch die Europäische Union verurteilten den Angriff aufs Schärfste und forderten eine umfassende Untersuchung und die Kooperation Serbiens.
Für den Fall der Nichteinhaltung wurden Maßnahmen gegen Serbien vorbereitet. Diese ähneln denen gegen den Kosovo, schließen aber auch Fragen im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt des Landes ein.
Der Kosovo hat die Europäische Union aufgefordert, Strafmaßnahmen gegen Serbien zu verhängen. Aus der EU heißt es jedoch, man wolle zunächst den Abschluss der laufenden Ermittlungen abwarten, bevor man über mögliche Aktionen und Maßnahmen entscheide.