"Konzepte für eine Europäische Wirtschaftsregierung"
Der schillernde Begriff "Wirtschaftsregierung" hat seit der Euro-Krise Konjunktur. Der Arbeitskreis Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung analysiert, was damit gemeint ist, und präsentiert sein eigenes Modell. Wie lassen sich makroökonomische Ungleichgewichte in der EU verhindern?
Der schillernde Begriff „Wirtschaftsregierung“ hat seit der Euro-Krise Konjunktur. Der Arbeitskreis Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung analysiert, was damit gemeint ist, und präsentiert sein eigenes Modell. Wie lassen sich makroökonomische Ungleichgewichte in der EU verhindern?
Seit die Wirtschaftskrise den Euroraum erfasst hat und zwei voluminöse ad-hoc Rettungspakete geschnürt werden mussten, sind die Rufe zur Einrichtung einer Europäischen Wirtschaftsregierung lauter geworden. Was aber ist genau hierunter zu verstehen? Und wie können die Konstruktionsdefizite der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion überwunden werden?
Der Arbeitskreis Europa der Friedrich-Ebert-Stiftung präsentiert ein eigenes Modell für eine Europäische Wirtschaftsregierung, die er als Kombination eines präventiven und eines reaktiven Arms definiert.
Präventiv sollen die Mitgliedstaaten ihre dezentralen Wirtschaftspolitiken mit dem Ziel koordinieren, makroökonomische Ungleichgewichte zu verhindern. Nur wenn dies nicht gelingt, greifen reaktive Instrumente, die aus Brüssel gesteuert werden. Angesichts der derzeitigen Schieflage in den Leistungsbilanzen und Haushaltsbudgets zwischen den Mitgliedstaaten ist die Besinnung auf das sogenannte Magische Viereck überfällig. Danach steht das Ziel eines gleichgewichtigen Außenwirtschaftsbeitrags gleichwertig neben den Zielen eines angemessenen und stetigen Wirtschaftswachstums, der Preisniveaustabilität und eines hohen Beschäftigungsstands.
Die vollständige Analyse finden Sie hier:
FES Arbeitskreis Europa: "Die Zukunft der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion" (September 2010)
Wirtschaftsregierung?
Arne Heise und Özlem Görmez Heise führen eine Bestimmung des schillernden, doch nebulösen Begriffs einer Europäischen Wirtschaftsregierung durch und prüfen vorliegende Ansätze zu ihrer Verwirklichung. Dabei sehen sie nicht in den gegenwärtigen Haushaltsproblemen einzelner Länder das Hauptproblem der Wirtschaftskrise im Euroraum, sondern im strukturellen Mangel einer umfassenden wirtschaftspolitischen Koordinierung.
Die vollständige Analyse finden Sie hier:
FES Arbeitskreis Europa:
Auf dem Weg zu einer europäischen Wirtschaftsregierung von Arne Heise und Özlem Görmez Heise (September 2010)
Red.