Kommission unterstützt Übertragung unabhängiger Rundfunksendungen nach Weißrussland [DE]
Der internationale Rundfunksender Deutsche Welle wird 138.000 Euro von der Kommission erhalten, um 'unabhängige' Sendungen nach Weißrussland zu übertragen.
Der internationale Rundfunksender Deutsche Welle wird 138.000 Euro von der Kommission erhalten, um ‚unabhängige‘ Sendungen nach Weißrussland zu übertragen.
Der Bedarf in der weißrussischen Bevölkerung an unabhängigen Informationen ist nach Schließung einer weiteren unabhängigen Zeitung, Den, am 22. August 2005 noch größer geworden. Nach Angaben des weißrussischen Journalistenverbands ist sie bereits die 20. Zeitung, die von den Behörden geschlossen wird.
Die Finanzmittel von der Kommission werden es Deutsche Welle ermöglichen, an Wochentagen 15-minütige Sendungen auszustrahlen.
Eine Sprecherin der Kommission verwies in diesem Zusammenhang auf den „Würgegriff“, in dem sich weißrussische Medien befänden. Die ernsten Sorgen, die um die Menschenrechtssituation und die politische Lage in dem Land bestünden, hätten es erforderlich gemacht, „der weißrussischen Bevölkerung den Zugang zu einer unabhängigen Informationsquelle zu ermöglichen“.
Der Vorsitzende der Gesellschaft für die belarussische Sprache beschwert sich indessen darüber, dass die Sendungen von Deutsche Welle auf Russisch – und nicht Belarussisch – ausgestrahlt werden sollen.
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko regiert sein Land bereits seit elf Jahren und setzt alles daran, auch aus den Wahlen 2006 als Sieger hervorzugehen.