Kommissar will psychischer Gesundheit höheren Stellenwert einräumen
Mehr Menschen in der EU sterben durch Selbstmord als durch Verkehrsunfälle oder Mord. Angesichts dieser erschreckenden Zahlen bezeichnet der EU-Gesundheitskommissar die Förderung der seelischen Gesundheit als eine seiner Prioritäten.
Mehr Menschen in der EU sterben durch Selbstmord als durch
Verkehrsunfälle oder Mord. Angesichts dieser erschreckenden Zahlen
bezeichnet der EU-Gesundheitskommissar die Förderung der seelischen
Gesundheit als eine seiner Prioritäten.
Laut der von der Kommission zitierten Angaben der
Weltgesundheitsorganistion sterben etwa 58 000 Menschen in der EU
durch Selbstmord oder Selbstschädigungen. Dem stehen etwa 50 700
Todesfälle pro Jahr durch Verkehrsunfälle und etwa 5 350 durch Mord
oder Totschlag gegenüber. In einer Pressemitteilung erklärte der
EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou hierzu: “Dennoch widmet
man der psychischen Gesundheit erstaunlich wenig Aufmerksamkeit –
man könnte sagen, dass psychische Erkrankungen Europas unsichtbare
Todesursachen sind. Ich bin fest entschlossen, dies zu ändern.”
Die Absichtserklärung des Kommissars für Gesundheit und
Verbraucherschutz fiel zeitgleich mit einer ministeriellen
Konferenz, die vom Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO
für Europa organisiert wird. Auf der Konferenz soll eine Erklärung
zur psychischen Gesundheit in Europa beschlossen und unterzeichnet
werden.