Klimaschutz: Industrieländer besiegeln Technologie-Konsens [DE]
Die Energie- und Umweltminister von 20 Industrieländern haben sich zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz in London auf eine Klimastrategie geeinigt, die vor allem auf die Entwicklung und Einführung klimafreundlicherer Technologien abzielt.
Die Energie- und Umweltminister von 20 Industrieländern haben sich zum Abschluss einer zweitägigen Konferenz in London auf eine Klimastrategie geeinigt, die vor allem auf die Entwicklung und Einführung klimafreundlicherer Technologien abzielt.
Auf einer internationalen von Großbritannien im Rahmen der G-8-Präsidentschaft organisierten Konferenz einigten sich die Energie- und Umweltminister von 20 Industrieländern auf die Förderung sauberer Technologien mit geringen Treibhausgasemissionen als Kernelement eines globalen Systems zum Klimaschutz nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls in 2012.
Als Hauptelement der Strategie nach Kyoto will die EU die USA und die Schwellenländer von der Notwendigkeit der Reduzierung der Treibhausgasemissionen überzeugen. Doch dort stößt die EU, aufgrund der Befürchtung, dass Klimaschutzmaßnahmen das Wirtschaftswachstum abschwächen könnte, auf Widerstand.
“Die nackte Wahrheit über Politik im Bereich Klimawandel besteht darin, dass kein Land bereit ist, seine Wirtschaft auf den Altar dieser Herausforderung zu legen”, sagte der britische Premierminister Tony Blair am Ende der Konferenz.
Die britische Regierung sagte, Minister und Behördenvertreter hätten in London „über den Zeitrahmen der Entwicklung und Einführung neuer Technologien diskutiert“ und „Schwerpunktbereiche für die Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern“ festgelegt. Zu den Prioritätsbereichen gehören unter anderem „neue Ansätze bei der Finanzierung des Erwerbes und dem Transfer von Technologien“ in Entwicklungsländern.
“Die Herausforderung besteht darin, Anreize für private Investitionen zu schaffen, unter anderem durch marktbasierte Instrumente und die finanzielle Förderung von klimafreundlichen Technologien“ hieß es in der abschließenden Erklärung der britischen Regierung. Die EU-Umweltminister forderten vor kurzem die Einführung eines globalen Emissionshandels auf Grundlage des EU Emissionshandelssystems (siehe EURACTIV 19. Oktober 2005).
Indes erhöht die Confederation of British Industries (CBI) angesichts der Aussicht auf einen harten Winter den Druck auf die britische Regierung, die Möglichkeit des ‚Opt-Outs‘ aus dem EU Emissionshandelsschema zu nutzen
Diskussionen auf internationaler Ebene werden im November auf dem COP-11 in Montreal fortgesetzt.