Kasachstan repatriiert "ausländische Kämpfer" aus Syrien
Im Gegensatz zu einigen EU-Ländern, die ihre Staatsangehörigen nur zögerlich zurücknehmen, bemüht sich Kasachstan um ihre Reintegration, bestraft aber auch diejenigen, die sich des Terrorismus schuldig gemacht haben.
Kasachstan hat eine weitere Gruppe seiner Staatsangehörigen, die sich an der Seite terroristischer Kräfte in Syrien aufgehalten haben, repatriiert. Im Gegensatz zu einigen EU-Ländern, die ihre Staatsangehörigen nur zögerlich zurücknehmen, bemüht sich Kasachstan um ihre Reintegration, bestraft aber auch diejenigen, die sich des Terrorismus schuldig gemacht haben.
Laut einem offiziellen Kommuniqué vom Donnerstag (4. Februar) hat das Nationale Sicherheitskomitee des Landes eine Operation zur Rückführung einer Gruppe kasachischer Staatsbürger aus Syrien in ihre Heimat durchgeführt. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium und mit der Unterstützung der Vereinigten Staaten und anderer internationaler Partner.
Bei der Gruppe handelt es sich um vier Männer, eine Frau und sieben Kinder, darunter zwei Waisenkinder. In der Erklärung heißt es, dass Personen, die an terroristischen Aktivitäten beteiligt sind, im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und internationalen Verpflichtungen strafrechtlich verfolgt werden.
Die Waisen sollen in die Obhut naher Verwandter gegeben werden, und die Regierung wird ihnen jede erforderliche Unterstützung zukommen lassen, während die Frau und die Kinder an Rehabilitations- und Resozialisierungsprogrammen teilnehmen werden.
Die vom kasachischen Präsidenten Kassym-Jomart Tokajew genehmigte Operation zur Rückführung von Bürgern aus Gebieten mit terroristischen Aktivitäten ist eine Fortsetzung der Operation Zhusan, die auf Initiative des ersten Präsidenten des Landes, Nursultan Nasarbajew, eingeleitet wurde.
In einer dreistufigen Operation, die zwischen Januar und Mai 2019 durchgeführt wurde, hat Kasachstan 595 seiner Bürger:innen zurückgeführt und die meisten der Frauen und Kinder in Rehabilitationszentren untergebracht. Dort wurden die Rückkehrer in die Obhut von Medizinern, Psychologen und Theologen übergeben, bevor sie in ihre Gemeinden zurückkehrten.
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Kasachstan hat auch 33 männliche Kämpfer vor Gericht gestellt und verurteilt, die während der Haftzeit ebenfalls rehabilitiert werden sollen.
[Bearbeitet von Zoran Radosavljevic/Benjamin Fox]