Italiens Außenminister fordert stärkere Rolle Europas in Palästina
Der italienische Außenminister Antonio Tajani hat bei seinem Besuch in Israel und Palästina eine stärkere europäische Beteiligung an den Friedensbemühungen gefordert. Auch brachte er eine mögliche UN-Friedensmission ins Spiel - unter einer Voraussetzung.
Der italienische Außenminister Antonio Tajani hat bei seinem Besuch in Israel und Palästina eine stärkere europäische Beteiligung an den Friedensbemühungen gefordert. Auch brachte er eine mögliche UN-Friedensmission ins Spiel – unter einer Voraussetzung.
Rom – Am Montag besuchte Tajani Israel und Palästina und traf dabei den israelischen Außenminister Gideon Sa’ar, Präsident Isaac Herzog sowie den palästinensischen Premier- und Außenminister Mohammad Mustafa.
Die Reise Tajanis ist der erste Besuch eines hochrangigen europäischen Beamten in beiden Regionen, seit der „fragile Waffenstillstand“ in Kraft trat – ein Ausdruck, den Tajani selbst in Erklärungen vor seiner Abreise verwendete, um die aktuelle Situation zu beschreiben.
Der italienische Vizepremier betonte die Notwendigkeit einer stärkeren europäischen Präsenz im Nahen Osten, insbesondere in Palästina, und schlug vor, dass Europa eine bedeutende Rolle spielen könnte, „wenn eine für beide Seiten akzeptable Einigung erzielt wird“.
Tajani sprach sich zudem für eine mögliche UN-Friedensmission in der Region aus, „vorausgesetzt, sie wird von arabischen Nationen geleitet“.
Für Italien ist das endgültige Ziel die Anerkennung Palästinas, auch wenn ein solcher Fortschritt Zeit benötigen wird, da er von der gegenseitigen Anerkennung zwischen Palästina und Israel abhängt, so Tajani.
Er wies einseitige Maßnahmen einzelner Staaten zurück und erklärte, „sie nützen weder Palästina noch fördern sie die Friedensbemühungen“.
[KN]